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Dr. med. Thomas Schulze
Chefarzt
Facharzt für Chirurgie, Spezielle Viszeralchirurgie und Gefäßchirurgie

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Zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie

Das Kompetenzzentrum am Standort Gropiusallee ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert.

Mit jährlich rund 300.000 Eingriffen ist die chirurgische Behandlung von Leisten-, Bauchwand- oder Zwerchfellbrüchen bundesweit das am häufigsten eingesetzte Operationsverfahren. Auf diesem Gebiet verfügt das Klinikum über langjährige und umfangreiche Erfahrungen. Die Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat den Standort Gropiusallee das „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ zertifiziert.

Grundlage für dieses Gütesiegel ist, dass hier jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Patienten behandelt wird, die von einem Leisten- oder Narbenbruch betroffen sind. Mit jährlich rund 260 Eingriffen liegt man am Standort Gropiusallee darüber. Zudem müssen spezialisierte Operateure im Haus tätig sein und ausgewiesene Sprechstunden für Hernien-Patienten angeboten werden. Ein weiteres Kriterium ist, dass alle durchgeführten Operationen in einem bundesweiten Register (Herniamed) dokumentiert werden.

Unser Standort zeichnet sich im Bereich der Hernienchirurgie durch ein Behandlungskonzept aus, das auf Basis aktueller medizinischer Leitlinien und neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse beruht. Seit mehreren Jahren verfügen wir über das Qualitätssiegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ der Deutschen Herniengesellschaft (DHG).

Behandlung allgemein

Bei einem Leisten- oder Bauchwandbruch ist die operative Versorgung das alleinige Mittel der Wahl. Konservative Therapien wie das Tragen von Bruchbändern haben sich in der Vergangenheit nicht als zielführend, ja sogar als schädlich erwiesen. Etwas anders stellt es sich beim Zwerchfellbruch dar, wo im Rahmen der individuellen Therapieentscheidung zwischen einem möglichen operativen oder medikamentösen Ansatz entschieden werden muss. Ohne einen operativen Eingriff lässt sich die Bruchpforte einer Hernie nicht verschließen. Wird sie rechtzeitig versorgt, ist sie in der Regel ungefährlich und heilt wieder aus. Jedoch sollte die operative Versorgung frühzeitig erfolgen, um gefährliche Strangulierungen von Darmanteilen zu verhindern.

In der Hernienchirurgie haben sich verschiedene Verfahren bewährt, bei denen der Operateur jeweils den Bruchinhalt in den Bauchraum zurückverlagert, die Bruchpforte verschließt und das Gewebe stabilisiert. Die Wahl des OP-Verfahrens richtet sich nach Art und Ausprägung der Hernie und ist abhängig von den jeweiligen körperlichen Voraussetzungen und vom Alter des Patienten.

Behandlung am Standort Gropiusallee

Im zertifizierten Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie arbeiten die chirurgischen Spezialisten eng mit Experten verschiedener Fachdisziplinen zusammen. Um eine bestmögliche Vor- und Nachsorge zu gewährleisten, sind neben den stationären Disziplinen auch niedergelassene Kollegen an der sektorenübegreifenden Behandlung in unserem Fachzentrum engagiert.

Bei der operativen Versorgung einer Hernie setzen die Spezialisten vorzugsweise auf minimal-invasive Verfahren. Mit Hilfe kleiner Bauchschnitte (Nabel, Unterbauch) werden die Brüche in Vollnarkose beseitigt und das Gewebe mit Hilfe von Kunststoffnetzen (Mesh) stabilisiert. Im Einzelfall und bei großen komplexen Brüchen kann auch eine offene Operation notwendig sein, bei der die Bruchlücke entweder mit einem Netzimplantat oder durch eine bestimmte Nahttechnik verschlossen und die Bauchdecke rekonstruiert wird.

Wir sind jederzeit für Sie da! Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben.