Pflegenachsorge Neonatologie
Mit dem Umzug der Kinderintensivstation in den Ersatzneubau des Klinikums begann am 1. Dezember 2005 die praktische Arbeit eines Pflegenachsorgeteams. Ziel dieses Projektes ist die Anleitung und Beratung von Eltern zur Pflege ihrer Früh- oder kranken Neugeborenen im häuslichen Bereich. Darüber hinaus werden Informationen zur Ernährung, Stillen und zum Umgang mit Überwachungsmonitoren weitergegeben. Durch das Projekt soll eine koordinierte Entlassung der Eltern und ihren Früh- und kranken Neugeborenen in die ambulante Pflege erreicht werden.
Patientenberatung
Aktuelle wissenschaftliche Arbeiten und Entwicklungstendenzen in der Praxis zeigen, dass Information und Beratung in den nächsten Jahren zu einem Kernelement pflegerischer Kompetenz und pflegebezogener Tätigkeiten werden. Die Pflege wird zukünftig also stärker gefordert sein, dem gestiegenen Informations- und Beratungsbedarf der Patienten zu entsprechen und ihren Beitrag in einem Gesamtkonzept einer patientenorientierten Krankenhausversorgung zu erbringen. Mit Blick auf diese Ausgangssituation soll in einem Projekt "Patienteninformation und -beratung" - ausgehend von einer Analyse bestehender Angebote und Potentiale - ein Konzept zur patentorientierten Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen in unserem Haus umgesetzt werden. Das Projekt wird mit konzeptioneller Unterstützung der Universität Bielefeld realisiert.
Dekubitusprophylaxe und -behandlung
Im Mai 2006 wurde seitens der Pflegedienstleitung zum zweiten Mal ein hausweites Audit zur Dekubitusprophylaxe und -behandlung in der Pflege durchgeführt. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Bestimmungen des Deutschen Netzwerkes für Qualität in der Pflege (DNQP) in die Pflegepraxis umzusetzen. Die Ergebnisse die insgesamt sehr positiv ausgefallen sind, wurden in einer zentralen Fortbildungsveranstaltung präsentiert und diskutiert.
Hospitationsprogramm für Pflegende
Die Robert-Bosch-Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und bietet engagierten Pflegenden die Möglichkeit, an einem internationalen Hospitationsprogramm teilzunehmen. Ausgewählte Bewerber dürfen für die Dauer von mindestens einem Monat an ausländischen Einrichtungen des Gesundheitswesens hospitieren. Die Stiftung unterstützt die Bewerber bei organisatorischen Angelegenheiten und gewährt Zuschüsse für Reise- und Aufenthaltskosten. Durch die Pflegedienstleitung wurde ein Antrag des Hauses formuliert. Ziel des Programms ist es, die persönliche, fachliche und interkulturelle Kompetenz Pflegender durch einen Auslandseinsatz zu stärken. Der "Blick über den Tellerrand" erweitert nicht nur das Fachwissen der Teilnehmer, sondern ermöglicht vor allem auch neue Impulse und Lösungsansätze für die Gestaltung der Pflegeaufgaben im eigenen Haus.
Prävalenzstudie
In diesem Jahr wollen wir uns an einer bundesweiten Verbundstudie des Instituts für Medizin/Pflegepädagogik/Pflegewissenschaft der Universitätsklinik Charité Berlin unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Theo Dassen beteiligen. Im Rahmen dieser Studie sollen vorerst fokussiert auf die Bewohner unseres Altenpflegeheimes Kennzahlen zu Pflegeabhängigkeit, Inkontinenz, Sturz und Dekubitus erhoben werden. Die Ergebnisse der Untersuchung werden im bundesweiten Vergleich ausgewertet und den teilnehmenden Einrichtungen anonymisiert zur Verfügung gestellt. Die gewonnenen Informationen sind jedoch nicht nur für unser Pflegeheim von großer Relevanz, sondern sollen auch hinsichtlich des wachsenden Pflegeaufwandes auf den Stationen unseres Klinikums besprochen werden.





Seite drucken
zum Seitenanfang