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Hydrozephalus-Operationen

Dargestellt sind auf der Aufnahme die intraoperativen Monitorbilder der Neuronavigation mit den Trajektorien des Endoskops und oben lins die Einspielung des endoskopischen Bildes der Operation. Sichtbar ist die Hirnbrücke mit den vor dem Hirnstamm liegenden Gefössen.

Ein Hydrozephalus ist ein pathologischer Flüssigkeitsaufstau im Hirnkammer-System (Ventrikel), der durch Druckzunahme gefährlich sein kann. Er kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel ein ventrikelnaher Tumor oder eine Spätfolge eines Schädel-Hirn-Traumas oder einer Hirnblutung. Es gibt auch einen angeborenen Hydrozephalus. Nach einer entsprechenden Diagnostik durch Computertomographie und Magnetresonanztomographie sowie Lumbalpunktion und gegebenenfalls kontinuierlicher Hirndruckmessung erfolgt die Therapie entweder durch endoskopische Eröffnung der Abflusswege (IIIrd Ventrikulostomie) oder durch Einbringen eines künstlichen Abflusssystems (Shunt). In der Neurochirurgie Dessau werden, sofern eine Indikation für eine endoskopische Operation nicht besteht, zumeist programmierbare Shuntsysteme angelegt, die die Flüssigkeit (Liquor) in die Bauchhöhle oder (seltener) in den rechten Herzvorhof ableiten und deren Druckstufe jederzeit telemetrisch geändert werden kann.