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Chefarzt
Herr Titularprof. (Univ. Zürich) Dr. med. habil. Ilja Ciernik   Facharzt für Strahlentherapie und Innere Medizin

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Sekretariat
Frau Ramona Lück
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Therapieformen

 

Wir können Ihnen in unserer Klinik ein großes Spektrum an zeitgemäßen Behandlungsmethoden anbieten.  Die Klinik verfügt über moderne, dem neuesten Stand der Technik entsprechende Geräte: zwei Linearbeschleuniger der Firma Varian, beide mit einem OBI-System versehen (on-board imaging, d. h. integrierte Kilovolt-Computertomographie), ein Beschleuniger zusätzlich mit dem ExacTrac-Positionierungssystem für Radiochirurgie mit Novalis von BrainLab. Für die Brachytherapie steht ein 192Ir-Afterloadinggerät GammaMedplus der Firma Varian zur Verfügung. Nebst der virtuellen Simulation nach CT-Planung auf einer Computertomographie der Firma GE ist auch eine Simuation auf einem Varian-Simulator möglich. Eine funktionelle Bildgebung mit der PET/CT wird bei sichtbarer Tumormanifestation zwecks besserer Dosis- und Bestrahlungsfelddefinition angewandt. Die 3D-Bestrahlungsplanung erfolgt auf Eclipse der Firma Varian oder mit iPlan von BrainLab für radiochirurgische oder stereotaktische Radiotherapie.

Die häufigsten Therapien und behandelten Tumorleiden sind:

  • Tumoren des zentralen Nervensystems wie das Glioblastom mittels kombinierter Radio-Chemotherapie sowie auch Gliome, Meningeome, Neurinome und singuläre oder multiple Metastasen (je nach Bedarf auch Radiochirurgie möglich).
  • Primäre oder postoperative Radiochemotherapie von Kopf-Hals-Tumoren mit hochkonformaler Bestrahlungstechnik und gleichzeitiger Chemotherapie-Verabreichung falls indiziert oder Zweibestrahlungen je nach indivudueller Sachlage.
  • Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) bei frühen und fortgeschrittenen Stadien als definitive Bestrahlung evtl. in Kombination mit Chemotherapie oder nach Operation.
  • Speiseröhrentumoren, die mit Radiochemotherapie behandelt werden, falls nötig mit gleichzeitiger Chemotherapie mit oder ohne anschließende/r Operation.
  • Mammakarzinom nach erhaltender Behandlung zwecks postoperativer Bestrahlung in Abhängigkeit des individuellen Risikos und in Kombination mit Systemtherapie, wie Hormontherapie. Die Teilbrustbestrahlung wird im Rahmen eines Protokolls angeboten.
  • Strahlenbehandlung bei gynäkologischen Tumoren mit der Möglichkeit der Bestrahlung von innen mit kontrollierter, eingeführter Strahlenquelle.
  • Nicht operable Lebertumoren und Leber-Metastasen, d. h. Lebertumore mit Infitration der V. portae und venöser Thrombenbildung.
  • Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom, vor oder nach der Operation.
  • Primäre Radiochemotherapie bei Analkarzinom.
  • Prostatakarzinom in jedem Stadium und bei kurativer Therapie hochkonformale Strahlentherapie mit Photonen oder mit 192Ir-Afterloading Spickung und Bestrahlung von innen oder adjuvante nach Operation eines Prostatakarzinoms oder als Zweittherapie bei Rezidiv.
  • Sarkome, präoperative oder postoperative Radiotherapie oder Radiochemotherapie.
  • Non-Hodgkin-Lymphome:  konsolidierende Bestrahlung nach Chemotherapie-Induktion oder primäre kurative Bestrahlung bei frühen Stadien des follikulären Lymphoms oder Lymphoms des Magens oder der Schleimhäute.
  • Brachytherapie mit Strahlenquellenapplikation durch gelegte Schlauchsysteme nach Operationen im Bereich des Halses und Gesichtsschädels oder des Beckens.
  • Behandlung des Aderhautmelanoms mit Kontakttherapie oder Radiochirurgie (IGRT).
  • Hauttumore wie Basaliome, Vorstufen und invasive Karzinome, Melanome.
  • Schmerzbestrahlungen aller Organe.
  • Gutartige Erkrankungen wie Fersensporn, Bursitide und Tendinitide, Arthrosen der Hände und Knie.

  

Therapiesimulator



In unserer Klinik wird ein Therapiesimulator der Firma Varian benutzt. Der Therapiesimulator ist eine spezielle, für die Bestrahlungsplanung konstruierte Röntgenanlage. Er dient der Festlegung, Justierung und Dokumentation der Bestrahlungsfelder, ihrer Einstrahlrichtung und der Bestimmung des Isozentrums unter Bestrahlungsbedingungen. Sämtliche Einstellungs- und Bewegungsmöglichkeiten können am Therapiesimulator nachvollzogen (simuliert) werden.


Linearbeschleuniger


Typische Indikation einer Bestrahlung am Linearbeschleuniger sind die Behandlungen bösartiger Tumoren oder ihrer Tochtergeschwülste. Diese Geräte erzeugen künstlich Röntgen- und Elektronenstrahlung in verschiedenen Energiebereichen.
Da die Bestrahlung von außen erfolgt, spricht man hier von einer perkutanen Bestrahlung (durch die Haut).


Atferloadingtherapie


Afterloadingtherapie (zu deutsch Nachladeverfahren) ist eine Form der internen Strahlentherapie. Bei dieser Art von Bestrahlung werden mit Hilfe spezieller Applikatoren radioaktive Strahler in das Tumorgewebe, das Tumorbett oder in Körperhöhlen eingebracht.
Dies ist eine schonende, aber wirksame strahlentherapeutische Beandlung.
Das Verfahren wird bei gynäkologischen Tumoren und zum Teil bei Tumoren im Mundbereich angewandt.


Strahlenbehandlung gutartiger Erkrankungen

Die Strahlentherapie hat auch in der Behandlung gut-artiger Erkrankungen ihren Stellenwert behaupten können. So werden in unserer Einrichtung schmerzhafte Erkrankungen der Gelenke (Arthrose, Fersensporn, Epikondylitis usw.) durch Bestrahlungen am Linear-beschleuniger behandelt. Ebenso wird die Strahlen-therapie zur Verhinderung von Kalkablagerungen vor und nach einem Gelenkersatz durchgeführt.