Therapieformen
Wir können Ihnen in unserer Klinik ein großes Spektrum an modernen Behandlungsmethoden anbieten. Die Klinik verfügt über moderne, dem neuesten Stand der Technik entsprechende Geräte. So stehen 2 Linearbeschleuniger der Firma Varian zu Verfügung, ebenso 1 Afterloadinggerät der Firma Nucletron, 1 Therapiesimulator der Firma Varian und 1 CT zwecks Bestrahlungsplanung der Firma GE zu Verfügung. Die 3D-Bestrahlungsplanungssystem erfolgt auf Eclipse v8.6 der Firma Varian.
Die häufigsten Therapien und behandelten Tumorleiden sind:
- Tumoren des zentralen Nervensystems wie das Glioblastom mittels kombinierter Radio-Chemotherapie
- Primäre oder postoperative Radiochemotherapie von Kopf-Hals-Tumoren mit hochkonformaler Bestrahlungstechnik und gleichzeitiger Chemotherapieverabreichung falls indiziert.
- Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) bei frühen und fortgeschrittenen Stadien als definitive Bestrahlung evtl. in Kombination mit Chemotherapie oder nach Operation
- Speiseröhrentumoren, die mit Radiochemotherapie behandelt werden, falls nötig mit gleichzeitiger Chemotherapie mit oder ohne anschließender Operation
- Mammakarzinom nach erhaltender Behandlung zwecks postoperativer Bestrahlung in Abhängigkeit des individuellen Risikos und in Kombination mit Systemtherapie, wie Hormontherapie. Die Teilbrustbestrahlung wird im Rahmen eines Protokolls angeboten.
- Strahlenbehandlung bei gynäkologischen Tumoren mit der Möglichkeit der Bestrahlung von innen mit kontrollierter, eingeführter Strahlenquelle
- Nicht operable Lebertumoren und Metastasen
- Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom, vor der Operation oder nach der Operation
- primäre Radiochemotherapie bei Analkarzinom
- Prostatakarzinom im Frühstadium oder im fortgeschrittenen Stadium
- Strahlentherapie nach Operation eines Prostatakarzinoms
- Sarkome werden in erster Linie präoperative aber auch postoperative Radiotherapie
- Non-Hodgkin-Lymphome konsolidierende Bestrahlung nach Chemotherapie-Induktion oder primäre kurative Bestrahlung bei frühen Stadien des follikulären Lymphoms oder Lymphoms des Magens
- Brachytherapie mit Strahlenquellenapplikation durch gelegte Schlauchsysteme nach Operationen im Bereich des Halses und Gesichtsschädels oder des Beckens
- gutartige Erkrankungen wie Fersensporn, Bursitide und Tendinitide
- Behandlung des Aderhautmelanoms mit Kontakttherapie
- intraokulare Bestrahlung der feuchten Makuladegeneration
Therapiesimulator
In unserer Klinik wird ein Therapiesimulator der Firma Varian benutzt. Der Therapiesimulator ist eine spezielle für die Bestrahlungsplanung konstruierte Röntgenanlage. Er dient der Festlegung, Justierung und Dokumentation der Bestrahlungsfelder, ihrer Einstrahlrichtung und der Bestimmung des Isozentrums unter Bestrahlungsbedingungen. Sämtliche Einstellungs- und Bewegungsmöglichkeiten können am Therapiesimulator nachvollzogen (simuliert) werden.
Linearbeschleuniger
Typische Indikation einer Bestrahlung am Linearbeschleuniger sind die Behandlungen bösartiger Tumoren oder ihrer Tochtergeschwülste. Diese Geräte erzeugen künstlich Röntgen- und Elektronenstrahlung in verschiedenen Energiebereichen.
Da die Bestrahlung von außen erfolgt, spricht man hier von einer perkutanen Bestrahlung (durch die Haut).
Atferloadingtherapie
Afterloadingtherapie (zu deutsch Nachladeverfahren) ist eine Form der internen Strahlentherapie. Bei dieser Art von Bestrahlung werden mit Hilfe spezieller Applikatoren radioaktive Strahler in das Tumorgewebe, das Tumorbett oder in Körperhöhlen eingebracht.
Dies ist eine schonende, aber wirksame strahlentherapeutische Beandlung.
Das Verfahren wird bei gynäkologischen Tumoren und zum Teil bei Tumoren im Mundbereich angewandt.
Strahlenbehandlung von gutartigen Erkrankungen
Die Strahlentherapie hat auch in der Behandlung gutartiger Erkrankungen ihren Stellenwert behaupten können. So werden in unserer Einrichtung schmerzhafte Erkrankungen der Gelenke (Arthrose, Fersensporn, Epikondylitis usw.) durch Bestrahlungen am Linearbeschleuniger behandelt. Ebenso wird die Strahlentherapie zur Verhinderung von Kalkablagerungen vor und nach einem Gelenkersatz durchgeführt.





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