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Telefon:
0340 501-0
Telefax:
0340 501-1256
Chefarzt
Herr Dr. med. Jürgen Knolle
Facharzt für Pathologie

Weiterbildungsermächtigung:
6 Jahre Pathologie (volle Weiterbildungszeit)

Telefon: 0340 501-1070
Telefax: 0340 501-1029
E-Mail: juergen.knolle@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de
Sekretariat
Frau Beate Donath
Telefon: 0340 501-1070
Telefax: 0340 501-1029
E-Mail: beate.donath@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de
Beispiele Zytozentrifugation:
Entzündlicher Pleuraerguss. HE 200x
Pleuraerguss mit Zellen eines Pankreaskarzinoms. Ca19.9 200x
Beispiele Zytoblocktechnik:
Pleuraerguss mit wenigen tumorverdächtigen Zellen. HE 100x
Zellen eines malignen Melanoms. MIT-F 100x
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Zytologie

Ärztliche Leitung:  Dr. med. Nicole Arndt

Zytologie MTA:       Beate Liebe

Liquor mit Zellen eines Magenkarzinoms. PAS 200x

In der Zytologie werden Zellen, die aus ihrem Gewebeverband entnommen wurden, beurteilt. Das Untersuchungsmaterial wird mikroskopisch auf zytomorphologische Veränderungen, Zeichen einer spezifischen Entzündung sowie pathologische oder physiologische Ab-und Einlagerungen, z.B. Kristalle oder Pigment untersucht. 

Das Einsatzgebiet der Zytodiagnostik erstreckt sich von der Früherkennung von Tumorerkrankungen und deren Vorstufen (Abstrich zur gynäkologischen Vorsorge) über die Beurteilung von Ergüssen hinsichtlich ihrer Genese bis hin zur minimalinvasiven Abklärung von klinisch malignitätsverdächtigen Zysten und bioptisch schwer erreichbaren oder aus anderen klinischen Gründen bioptisch nicht abklärbaren Tumoren. In ca. 15% aller tumorbedingten Ergüsse ist dieser die erste klinische Manifestation der Tumorerkrankung. Die zytologische Diagnose hat somit direkten Einfluss auf die klinischen Therapieentscheidungen!

Ausstrichpräparate

Die Herausforderung ist, eine möglichst exakte Diagnostik an meist wenigen repräsentativen Zellen zu erstellen. Die bloße Diagnose maligner Zellen, z.B. im Pleuraerguss, ist heute nicht mehr ausreichend. In vielen Fällen ist der Primärsitz des Tumors nicht genau bekannt oder mehrere verschiedene Primärtumoren kommen als Ergussursache infrage. Hierfür ist der Einsatz der Immunzytochemie unerlässlich.

In unserem Institut werden Ergüsse (Pleura, Aszites), Zystenpunktate (Ovar, Mamma), Liquor cerebrospinalis, Feinnadelaspirate (z.B. von Lymphknoten, Schilddrüse, Lunge), Gelenksergüsse, Spülflüssigkeiten (BAL, Douglas), Sputum, Urin sowie Abstriche (z.B. der Mamille) beurteilt.

Neben der Zytozentrifugation steht für bestimmte Fragestellungen die Zytoblocktechnik zur Aufarbeitung der eingesandten Flüssigkeiten zur Verfügung.

Anforderungen

Um eine qualitativ hochwertige Diagnostik zu ermöglichen sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen:

  1. Es sollte möglichst viel Material gewonnen und dieses vollständig zur Diagnostik weitergeleitet werden.
  2. Nach Punktion ist das Material möglichst zeitnah an das Institut für Pathologie zur Bearbeitung zu übersenden, um sekundäre, Autolyse-bedingte Veränderungen gering zu halten.
  3. Der mitgesandte Begleitschein sollte neben der Materialangabe Angaben zu aktuellen klinischen Befunden, der klinischen Verdachtsdiagnose und eventuell relevanten Vorbefunden enthalten.

Zytozentrifugation

Objektträger mit Zytozentrifugat

Diese Methode wird routinemäßig zur Aufarbeitung eingesandter Flüssigkeiten genutzt. Die in der Flüssigkeit enthaltenen Zellen werden direkt auf einen Objektträger zentrifugiert. Nach Lufttrocknung werden diese,  je nach Material und Fragestellung, verschieden gefärbt. Die Zahl der anwendbaren Spezialfärbungen sowie der Einsatz der Immunzytochemie ist hierbei jedoch eingeschränkt.

Zytoblock

Zytoblock

Diese Methode wird in erster Linie bei klinischem Verdacht auf Malignität, unklaren Ergüssen und wiederholten Punktionen mit unklarem Befund eingesetzt. Nach Zentrifugation im Zytologieröhrchen wird das Zellmaterial in ein Spezialgel eingebettet und kann im Anschluss analog einer histologischen Probe weiterbearbeitet werden. Dies ermöglicht neben einer umfangreichen Diagnostik mittels Spezialfärbungen und Immunhistochemie auch eine eventuell erforderliche molekularpathologische Diagnostik.