Immunhistochemie und -zytochemie
Ärztliche Leitung: CA Dr. Jürgen Knolle, Tobias Berg
Laborleitung: Ottfried Balthasar
Mit Hilfe dieser speziellen Untersuchungsmethoden können unter Einsatz spezifischer Antikörper bestimmte Antigendeterminanten (zumeist Proteine) im Gewebsschnitt oder im zytologischen Präparat nachgewiesen und sichtbar gemacht werden. Von Bedeutung sind folgende Strukturen:
- Intermediärfilamente
- Differenzierungsantigene und Differenzierungsmarker
- Hormonrezeptoren
- Proliferationsmarker und Apoptosemarker
- Lymphozytendiagnostik (Lymphomklassifikation)
- Antikörper gegen Erreger (Infektionsdiagnostik)
- Onkoproteinbestimmung

- Darstellung des Epithels mit Keratin. 40x

- Stanzbiopsie mit Zellen eines neuroendokrinen Tumors. Chromogranin A. 100x
Die Hauptaufgabe der diagnostischen Immunhistologie besteht
- in der Diagnostik und Klassifikation von Tumoren (zum Beispiel Lymphomklassifikation, Weichteiltumordiagnostik, Subklassifikation nicht kleinzelliger Lungenkarzinome und andere),
- der Primärtumorsuche bei Metastasen bösartiger Neubildungen (zum Beispiel in Leber, Lunge oder Knochen),
- der Bestimmung therapierelevanter Zielstrukturen (zum Beispiel Östrogen- und Progesteronrezeptoren sowie des Her2-neu-Onkoproteins beim Mammakarzinom),
- der Erarbeitung prognostischer Aussagen (zum Beispiel Proliferationsrate Ki67),
- dem immunhistochemischen Erregernachweis bei infektiösen Erkrankungen (zum Beispiel Helicobacter pylori, Treponema pallidum oder Zytomegalievirus)
Die gesamte Palette der im Institut verfügbaren und eingesetzten Antikörper finden Sie hier.


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