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Chefarzt
Herr  Priv.-Doz. Dr. med. Lothar Krause
Facharzt für Augenheilkunde   Weiterbildungsermächtigung 5 Jahre


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Telefax: 0340 501-4580
E-Mail: lothar.krause@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de
Sekretariat
Frau
Kitty Thiemicke
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dessau.de

Hier finden Sie den Link  zu unserer Fortbildung vom 08.06.-09.06.2018  im Bauhaus Dessau.
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Hornhauttransplantation

Abb. 1: Keratokonus. Die Hornhaut ist verdünnt und vorgewölbt
Abb. 2: Zustand nach Hornhauttransplantation

Als Teil unseres operativen Spektrums führen wir an unserer Klinik regelmässig hornhautchirurgische Eingriffe zur Therapie unterschiedlicher Erkrankungen überwiegend zur Beseitigung sehkraftmindernder Trübungen der zentralen Hornhaut durch.
Eingriffe zur Änderung der Hornhautbrechkraft erfolgen in unserem
refraktiv- chirurgischen Zentrum und werden an anderer Stelle dieser Web-Site gesondert
dargestellt.
Die Ursachen von chirurgisch behandlungsbedürftigen Trübungen der Hornhaut sind vielfältig:

  • anlagebedingte bzw. altersbedingte Hornhauttrübungen (im ersten Fall spricht man von Hornhautdystrophien, im zweiten von Hornhaut-degenerationen, der sog. "Keratokonus" als vererbbare Hornhauterkrankung)
  • erworbene Hornhauttrübungen, z.B. Fremdkörperverletzungen, Verätzungen / Verbrennungen der Hornhaut mit nachfolgender Narbenbildung während der Heilung

  • angeborene Hornhauttrübungen ("Dysgenesien")

  • postinfektiöse Hornhauttrübungen, z.B. bei wiederholten Herpes-Infektionen der Hornhaut, Hornhaut-Ulkus, vorangegangenen wiederholten Entzündungen des Augeninnern ("anteriorer Uveitis" bzw. "Iridozyklitis")

  • als Folge chirurgischer Eingriffe am Auge, z.B. nach Katarakt-Operation mit oder ohne Implantation einer introkularen Kunstlinse

  • oder weitere seltenere Ursachen.


Zur Behandlung solcher Trübungen der Hornhaut stehen mehrere therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.
Oberflächliche Trübungen können entweder mit Hilfe des Excimer-Lasers (Link zum refraktiven Zentrum und zum Laser in der Sprechstunden/Ambulanzen) als sog. "Phototherapeutische Keratektomie" (= "PTK") verdampft oder konventionell-chirurgisch mit dem oberflächenparallelen Ausschneiden eines Hornhautscheibchens behandelt werden. Für diese Technik stehen heute die automatisierten Schneidgeräte zur Verfügung, die bereits in der LASIK (Link zum refrakt. Zentrum) Verwendung finden. Tiefe oder durchgreifende Trübungen der -meist zentralen- Hornhaut müssen als sog. "perforierende Keratoplastik"
(= Transplantation einer Spenderhornhaut in voller Schichtdicke) chirurgisch versorgt werden.

Als Sonderformen der perforierenden, zentrierten Keratoplastik können in begründeten Fällen auch exzentrische Hornhauttransplantationen erfolgen, bei denen Hornhaut- in Verbindung mit Lederhautgewebe transplantiert wird.

In Zusammenarbeit mit den Hornhautbanken anderer Augenkliniken und der "Gemeinnützige Gesellschaft für Gewebetransplantation (=DSO-G) " einer Untergesellschaft der " Deutschen Stiftung für Organspende", bemühen wir uns, Patienten und Angehörige für die Gewebespende zu gewinnen. Nähere Informationen zu diesem Thema finden sie unter der Seite der DSO-G.
Jede Hornhauttransplantation bedarf einer längerfristigen, intensiven Nachsorge mit erhöhtem Zeitaufwand für den behandelnden Augenarzt und den Patienten selbst. Es gilt vor allem eine immunologische Abstossungsreaktion und ein Versagen des Transplantats mit Eintrübung der Spenderhornhaut zu verhindern.
Die Hornhauttransplantation ist die erfolgreichste Gewebetransplantation am Menschen. Da das Gewebe nicht durchblutet ist, wird das Spendergewebe seltener vom Empfänger als Fremdgewebe erkannt und bekämpft. Die Erfolgsrate ist jedoch auch abhängig von der Hornhautgrunderkrankung und auch von der Sorgfalt in der Nachbehandlung. Wenn z. B. im Rahmen der Hornhauterkrankung Blutgefässe auf die Hornhaut gewachsen sind, ist das Risiko einer Abstossungsreaktion höher und die medizinische Nachsorge der Operation höher.
Das Hornhauttransplantat wird mit feinen Hornhautnähten in die Empfängerhornhaut des Patienten eingefügt.