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Prof. Dr. Plauth für Verdienste in Ernährungsforschung geehrt
Für seine Verdienste in der Ernährungsforschung wurde Prof. Dr. Mathias Plauth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Städtischen Klinikum Dessau, ausgezeichnet. Anlässlich der „edi 2011“, einem Kongress zur Ernährung, Diätetik und Infusionstherapie Ende Februar in Berlin hielt Prof. Plauth die Georg Klemperer Ehrenvorlesung.
Unter dem Tagungsmotto „Ernährung und Nervensystem“ sprach der Mediziner des Städtischen Klinikums zum Thema „Coma hepaticum – von der Fleischintoxication zur Astrozytenschwellung“ über die Entwicklungen im Verständnis von Pathogenese und Therapie der hepatischen Enzephalopathie (Funktionsstörung des Gehirns durch unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber) von Klemperers Zeit bis zum heutigen Wissensstand. Prof. Mathias Plauth ist einer der profilitiertesten Forscher auf dem Gebiet der klinischen Ernährung. Besondere Verdienste hat er sich durch seine Forschungen im Bereich der Lebererkrankungen erworben, die er auch in der Entwicklung neuer Therapieansätze klinisch umgesetzt hat. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem: Bedeutung des Dünndarms im Intermediärstoffwechsel der Aminosäuren, Pathogenese der Kachexie bei chronischen Lebererkrankungen, Ernährungstherapie bei Lebererkrankungen. Prof. Plauth ist auch Autor und Herausgeber der deutschen und der europäischen Leitlinien zur Ernährung bei Lebererkrankungen. Die Vorlesung ist mit einem Preis von 5 000 Euro, der von der Firma B. Braun gestiftet wurde, verbunden und wird seit 2007 alle zwei Jahre auf der „edi“ in Berlin gehalten.
Georg Klemperer – Namensgeber der Vorlesung und Bruder von Viktor und Neffe von Otto Klemperer - wurde 1865 in Landsberg/Warthe geboren. Er arbeitete als Arzt an der Charité und am Krankenhaus Moabit in Berlin. Klemperer war ein Pionier der Ernährungsforschung und wies sehr früh darauf hin, dass die richtige Ernährungstherapie Grundlage der Behandlung ist. Neben der Ernährungsmedizin beschäftigte er sich mit den Grundfragen der ärztlichen Tätigkeiten, der Hypnose, der Naturheilkunde und dem so genannten Leib-Seele-Programm. Er war Verfasser mehrerer grundlegender medizinischer Fachbücher, dazu gehört unter anderem der „Grundriss der Inneren Medizin“, ein Buch das bis 1931 in der 26. Auflage erschien. 1899 gründete Georg Klemperer die Zeitschrift „Therapie der Gegenwart“ und zwischen 1928 und 1933 gab er gemeinsam mit seinem Bruder Felix ein zehnbändiges Handbuch der praktischen Medizin heraus. Während der NS-Zeit verließ der Deutschland und starb 1946 in Bosten/USA.




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