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Montag, 02. April 2018 16:52 Alter: 108 Tag(e)

Von der Akutversorgung bis zur Rehabilitation


Fachtagung zum Schädel-Hirn- und Wirbelsäulentrauma im Klinikum Dessau

Verletzungen von Schädel, Gehirn und Wirbelsäule gehören mit zu den häufigsten Krankheitsbildern in der Akutmedizin. Sie treten meist als Folge äußerer Gewalteinwirkung beispielsweise bei Verkehrsunfällen oder durch Stürze bei Freizeitaktivitäten auf. Etwa 300-350 Schädel-Hirnverletzungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr bedürfen einer stationären Behandlung. Für etwa 4.000 Betroffene jedes Jahr ändert sich dabei das Leben oft plötzlich und nachhaltig. Im schlimmsten Fall werden aktive, junge Menschen zu Langzeitpflegefällen. „Allerdings sind die Fortschritte in der Vorbeugung, Akutversorgung und Rehabilitation enorm. So sank in den letzten Jahren die Anzahl der Verläufe mit bleibenden schweren neurologischen Defiziten deutlich. Heute können wir auch schwerste Verletzungen behandeln, die noch vor einigen Jahren von den Patienten nicht überlebt worden wären“, sagt PD Dr. med. habil. Christof Renner. Der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie am Städtischen Klinikum Dessau lädt am 21. April zu einem Symposium in die Bauhausstadt ein. Renommierte Fachexperten werden sich in diesem Rahmen dem Schädel-Hirn- und Wirbelsäulentrauma auf allen Ebenen der Behandlung ausführlich widmen und zu einem Wissensaustausch anregen.

Spezialisierte Versorgung in allen Behandlungsphasen

Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie empfehlen, dass Patienten mit schweren Schädel-Hirnverletzungen in ein Zentrum gebracht werden sollen, das zu jeder Zeit die erforderliche Röntgendiagnostik, intensivmedizinische Überwachung und notwendige Operationen leisten kann. Große Krankenhäuser mit einer eigenen neurochirurgischen Abteilung sind dazu in der Lage. Einen entscheidenden Beitrag zur späteren Prognose von Schädel-Hirn-Trauma-Patienten erbringen aber bereits die Ersthelfer. PD Dr. med. habil. Sven Bercker ist Oberarzt und Stellvertreter des Klinikdirektors der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig. In seinem Vortrag skizziert er den Stellenwert der präklinischen Versorgung. Welche Anforderungen an die weiterversorgende Klinik aus notärztlicher Sicht gestellt werden, erläutert Dr. med. Karsten Jentzsch. Als Oberarzt arbeitet er im Zentrum für Innere Medizin der Medizinischen Klinik I im Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen gGmbH und ist zudem als Leitender Notarzt für den Landkreis Nordsachsen im Einsatz.

Über die stationäre Behandlung des schweren Schädel-Hirn-Traumas wird Prof. Dr. med. habil. Oliver Sakowitz referieren. Prof. Sakowitz leitet als Chefarzt die Klinik für Neurochirurgie des Klinikums Ludwigsburg. Prof. Sakowitz gilt national und international als ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des Schädel-Hirn-Traumas.

Zwei Referenten des Symposiums beleuchten weitere Facetten des komplexen Themengebietes der Schädel-Hirn- und Wirbelsäulen-Traumata im Detail. So wird Prof. Dr. med. habil. Christoph Josten über den aktuellen Stand bei der Behandlung des Wirbelsäulentraumas informieren. Er verantwortet als Direktor die Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am Universitätsklinikum Leipzig.

Das Schädel-Hirn-Trauma im Rahmen der Polytraumaversorgung beschäftigt Dr. med. Joachim Zagrodnick. Als Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Städtischen Klinikums Dessau kennt er die steigenden Anforderungen, denen sich die Behandler bei der Versorgung von immer älter werdenden Patienten mit immer häufiger vorliegenden Co-Morbiditäten bewusst sein müssen.

Nach der Akutversorgung schließt sich für die meisten Patienten die Rehabilitationsphase an. Je nach Schwere der neurologischen Schädigung kommen dafür spezialisierte Zentren oder Rehabilitationskliniken in Frage. PD Dr. med. habil. Caroline Renner ist Chefärztin der Klinik für Neurologie der Sachsenklinik Bad Lausick. In ihrem Vortrag wird sie Rehabilitationsmaßnahmen nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma auf dem Fachsymposium vorstellen.

Die Klinik für Neurochirurgie wurde 1998 am Städtischen Klinikum Dessau gegründet und etablierte sich als eine der modernsten und leistungsfähigsten Abteilungen in Mitteldeutschland. Rund 1.200 Patienten kommen pro Jahr in das interdisziplinäre Zentrum zur stationären Behandlung. Alle Erkrankungen des Kopfes, der Wirbelsäule, einschließlich des Rückenmarkes und auch der peripheren Nerven werden vor Ort versorgt. Dabei erfordern neurochirurgische Krankheitsbilder prä- wie postoperativ eine gut abgestimmte interdisziplinäre Zusammenarbeit. Am Städtischen Klinikum Dessau stehen dafür Experten verschiedener Fachgebiete in mehreren Zentren für die bestmögliche Behandlung bereit. In regelmäßigen Konferenzen - interdisziplinären neuroradiologischen Fallkonferenzen - werden individualisierte Behandlungskonzepte und Strategien festgelegt. Dank der medizintechnischen Ausstattung und der Expertise der in der Klinik arbeitenden Neurochirurgen sind komplexe Eingriffe am Gehirn und Rückenmark unter Schonung funktionell wichtiger Strukturen und Bahnen mit dem höchstmöglichen Sicherheitsgrad und größter Effektivität realisierbar.

Symposium Schädel-Hirn- und Wirbelsäulentrauma
Samstag, 21. April 2018, ab 8.45 Uhr
Tagungsort: Städtisches Klinikum Dessau, Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau
Fortbildungspunkte: 5 Fortbildungspunkte von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Anmeldung und Information:
Fax: 0340 501-1810, E-Mail: katrin.richter@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de

Bildunterschrift:
Schädel-Hirn-Trauma: Schwerverletzte Patienten werden auf Intensivstationen engmaschig überwacht, um lebenswichtige Atmungs- und Kreislauffunktionen sicherstellen zu können. Foto: SKD