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Freitag, 10. März 2017 14:49 Alter: 77 Tag(e)

Plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie


Dr. med. Jochen Winter

Städtisches Klinikum Dessau etabliert eigenständigen Fachbereich

Die Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie am Städtischen Klinikum Dessau deckt auf höchstem Medizinniveau sowohl rekonstruktive Eingriffe als auch notwendig werdende Operationen nach Verbrennungen und Handverletzungen ab. „Moderne Operationstechniken und ein umfassendes Leistungsspektrum ermöglichen es, Gewebedefekte nach Unfällen, Brandverletzungen und Tumoroperationen wiederherzustellen und Korrekturen angeborener und erworbener Fehlbildungen vorzunehmen.“ Nach Informationen des Ärztlichen Direktors Dr. med. Joachim Zagrodnick ist dieser Fachbereich jetzt eigenständig am Dessauer Klinikum etabliert. Mit dem Chefarzt Dr. med. Jochen Winter leitet ein sehr versierter Chirurg mit umfänglichem Erfahrungsspektrum diese Klinik. Gemeinsam mit seinem Team, zu dem der leitende Oberarzt Steffen Frenzel und weitere Fach- und Assistenzärzte gehören, verantwortet Dr. Winter hier einen interdisziplinären Versorgungsbereich, in den auch das Wundzentrum integriert ist.

Von Handverletzungen bis chronischen Wunden

„Die plastisch ästhetische und rekonstruktive Chirurgie ist bei zahlreichen Erkrankungen unerlässlich, denken wir beispielsweise an Tumorerkrankungen, die oftmals Wiederherstellungsoperationen erforderlich machen. Hinzu kommen Patienten mit erlittenen Arbeitsunfällen und gravierenden, teils funktionseinschränkenden Verletzungen an Händen und Armen.“, erläutert Dr. Zagrodnick. Das Städtische Klinikum Dessau besitzt hier bereits eine Expertise und erfüllt in Ermächtigung durch die gesetzliche Unfallversicherung das Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV). Speziell zur Handchirurgie zählen neben der Versorgung akuter Verletzungen auch die operative, konservative und vorbeugende Therapie chronischer Erkrankungen der gesamten oberen Extremität von der Diagnosestellung bis zur Nachbehandlung. Solche Eingriffe können beispielsweise bei Rheuma dazu beitragen, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Auch Korrekturoperationen an Hand und Unterarm bei fehlverheilten Knochenbrüchen sowie motorische Ersatzplastiken zur Funktionsverbesserung der oberen Extremität sind Teil der Handchirurgie. „Ebenfalls eröffnet sich durch die Mikrochirurgie die Chance zur Wiederherstellung verletzter Sehnen-, Nerven- und Gefäßstrukturen bis hin zur Replantation von abgetrennten Gliedmaßen“, informiert Dr. Winter.

Komplexe Versorgungsaufgaben stellen ebenfalls Patienten mit chronischen Wunden dar. Experten schätzen, dass bundesweit etwa 2,5 Millionen Menschen damit leben. Ist eine Wunde nach acht Wochen trotz adäquater Therapie nicht abgeheilt, gilt sie als chronisch. Für die Betroffenen geht es dann sowohl um den raschen Verschluss der Wunde als auch um die Erreichung einer besseren Lebensqualität durch Schmerzlinderung und Reduktion der Begleiterscheinungen wie Wundgeruch und Wundausfluss. „Chronische Wunden entwickeln sich meist über einen langen Zeitraum und aufgrund von Durchblutungsstörungen, Diabetes oder Immunschwäche. Im Wundzentrum arbeiten wir leitliniengerecht, patientenorientiert und interdisziplinär mit spezialisierten Ärzten und Wundtherapeuten. So sind neben Chirurgen auch Gefäßspezialisten und Dermatologen, Internisten und Orthopäden an der Therapie beteiligt“, sagt Dr. Jochen Winter und wünscht sich ebenfalls eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten: „Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die medizinische Versorgung in unserer Region im besten Patientensinne zu garantieren.“

Dr. Jochen Winter studierte Humanmedizin an der Humboldt-Universität Berlin. Bereits als Arzt im praktischen Jahr startete er 2003 in der Klinik für Plastische und Handchirurgie mit Brandverletztenzentrum im Leipziger Klinikum St. Georg. Hier wirkte er insgesamt 13 Jahre lang und absolvierte 2009 die Facharztprüfung für Plastische und Ästhetische Chirurgie ebenso erfolgreich wie 2012 die Zusatzqualifikation im Bereich Handchirurgie. Die Berufsstationen führten ihn im Klinikum St. Georg Leipzig vom Assistenzarzt über den Oberarzt bis zum Leitenden Oberarzt seit 2014. Seine Erfahrungsexpertise umfasst circa 6.000 Operationen mit den Schwerpunkten Rekonstruktive Chirurgie bei Weichteil- und Knochendefekten, Verbrennungschirurgie, Mikrochirurgie, Handchirurgie und Replantationschirurgie sowie Behandlung chronischer Wunden. Mit großem Engagement leitete er zudem den jährlich stattfindenden Leipziger Handchirurgischen Operationskurs.