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Chefärztin
Frau Dr. med. Heike Boye
Fachärztin für Nuklearmedizin
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Radiojodtherapie bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen


Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

Ihr behandelnder Arzt hat Sie zur RJT in unserer Abteilung angemeldet. Hiermit erhalten Sie eine Information zur Radiojodtherapie (RJT) bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen.

Bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen (Hyperthyreose infolge Morbus Basedow, Autonomie, euthyreote Struma zur Verkleinerung, Rezidivstruma nach OP) ist häufig eine definitive Therapie sinnvoll. Definitiv bedeutet, dass die Störung nicht medikamentös, sondern durch Operation oder RJT beseitigt wird. Bei der RJT wird radioaktives Jod in Form einer Kapsel einmalig geschluckt. Dieses Jod wandert dann automatisch fast ausschließlich in die Schilddrüse, die hierdurch "von innen" bestrahlt wird unter Schonung des übrigen Körpers.

In einzelnen Fällen kommt nur eine Operation in Frage, in anderen Fällen ist die RJT zu bevorzugen. Wovon die Auswahl abhängt und was in Ihrem speziellen Fall empfohlen wird, bespricht mit Ihnen der Sie behandelnde Arzt.

Vorteile der RJT:
Nebenwirkungen und Komplikationen wie bei der Operation oder durch Narkose treten nicht auf. Eine Schädigung der Nebenschilddrüsen oder des Nervus recurrens (Sprechnerv) ist nicht zu befürchten. Normalerweise merkt ein Patient von einer RJT nichts. Nur selten kommt es zu einer vorübergehenden harmlosen Entzündung der Schilddrüse, die gut behandelt werden kann. Spätfolgen, wie bösartige Erkrankungen der Schilddrüse oder anderer Organe treten infolge der RJT nicht auf. Dies wurde durch jahrzehntelange Anwendung und umfangreiche Nachuntersuchungen festgestellt.


Nachteile der RJT:
In Deutschland ist für die Behandlung aus Strahlenschutzgründen ein stationärer Aufenthalt vorgesehen (2 - 14 Tage). Selten ist später (nach 6 - 12 Monaten) eine zweite RJT erforderlich. Die RJT wirkt im Gegensatz zur Operation nicht schlagartig. Vielmehr dauert es 8 - 12 Wochen, bis die Wirkung einsetzt, auch wenn das radioaktive Jod schon längst aus der Schilddrüse verschwunden ist. Dies bedeutet, dass eine ggf. notwendige Schilddrüsentabletteneinnahme bis 6 Monate nach RJT fortgesetzt werden muss.


1. Voruntersuchungen:
Mit unserer Terminvergabe per Brief erhalten Sie die Mitteilung über die Pausierung der Schilddrüsenmedikamenten-Einnahme sowie über eine notwendige Jodkarenz. Sie sollten sich fernhalten von:

- jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln
- Medikamenten mit dem Wirkstoff Amiodaron
- jodhaltigen Dermatologika (z.B. zur Wundbehandlung oder Desinfektion)
- Schilddrüsenmedikamenten mit Jod
- jodhaltigen Multivitamin- oder Mineralstoffpräparaten
- jodhaltigen Gesundheitstees
- Lebens- und Würzmittel aus Algen oder Seetang, Meeresfisch.

An zwei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen die Voruntersuchungen ambulant. Nach Vereinbarung können diese Untersuchungen auch unter stationären Bedingungen durchgeführt werden. Am ersten Tag kommen Sie bitte unbedingt nüchtern. Nur Diabetiker können ein leichtes Frühstück zu sich nehmen.

2. Stationärer Aufenthalt

Bitte melden Sie sich am vereinbarten Aufnahmetag bis 8.30 Uhr in der Patientenaufnahme mit dem Einweisungsschein und danach in der Nuklearmedizin (Station 07). Zu Hause dürfen Sie noch ein leichtes Frühstück zu sich nehmen.

Was ist mitzubringen?
- Liste der Medikamente, am besten in der Originalverpackung
- Nachthemd oder Schlafanzug
- Bade- oder Morgenmantel sind nicht notwendig
- Waschzeug (Seife, Zahnbürste, Kamm, Creme, Rasierapparat usw.)
- Handtücher und Waschlappen werden gestellt
- Hausschuhe
- bequeme Kleidung, Sie müssen nicht im Bett liegen
- Sachen des persönlichen Bedarfs und zum Zeitvertreib (Bücher, Handarbeit, Laptop)

Untergebracht sind Sie in modernen Zimmern (4 Einbettzimmer, 1 Doppelbettzimmer). Ein Fernsehapparat kann von Ihnen kostenlos genutzt werden. Jedes Zimmer besitzt ein eigenes Telefon, das mit einer Telefonkarte (erhältlich in der Patientenaufnahme, 10 € Pfand) betrieben wird.

Während des stationären Aufenthalts dürfen Sie aus Strahlenschutzgründen die Station nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Weiterhin besteht absolutes Rauchverbot.

Die Dauer Ihres stationären Aufenthalts richtet sich nach der Höhe der Therapiedosis, die bei jedem Patienten verschieden ist; die Aufenthaltsdauer kann somit zwischen 2 und 14 Tagen betragen. Die Messungen führen Sie nach Einweisung selbständig 6 x am Tag durch.

Die Entlassung erfolgt, sobald die Radioaktivität in Ihrem Körper einen vom Gesetzgeber vorgegebenen Wert unterschritten hat. Im Normalfall wird Ihnen die Entlassung mindestens einen Tag zuvor bekanntgegeben. Die gesamten Formalitäten (Abmeldung, Abschlussgespräch beim Arzt) sind meist bis spätestens 9.00 Uhr erledigt.





Radiojodtherapie bei bösartigen Schilddrüsenerkrankungen

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

nach der Operation eines bösartigen Schilddrüsentumors sind Sie zur Radiojodtherapie überwiesen worden. Hiermit möchten wir Ihnen eine Erstinformation geben, was Sie im Rahmen der Therapie erwartet.

Ziel der Radiojodtherapie (RJT): Es ist operativ nicht möglich, die Schilddrüse restfrei zu entfernen. Um Ihnen jedoch die Sicherheit geben zu können, dass kein Tumorgewebe mehr nachwachsen kann, soll die RJT dieses Restgewebe komplett beseitigen. Durch verschiedene Voruntersuchungen (z.B. Ultraschall, Szintigrafie) werden wir zunächst die Grösse des Restgewebes abschätzen.

Wie wirkt das Radiojod? Das Radiojod wird in Form einer Kapsel verabreicht. Schilddrüsenzellen und in den meisten Fällen auch die Zellen von Schilddrüsentumoren nehmen Radiojod auf. Das Radiojod kann durch seine Strahlung Schilddrüsenzellen zerstören und schont gleichzeitig aufgrund seiner kurzen (wenige mm) Reichweite im Gewebe die benachbarten Organe. Mit dem Blut wird das Radiojod durch den ganzen Körper transportiert und "findet" so die Schilddrüsenzellen überall im Körper, so dass auch Tumorabsiedlungen erfolgreich therapiert werden können.
Ein geringer Teil der Strahlung verlässt den Körper und ist von aussen messbar. Dies ermöglicht das Erstellen von Bildern vom gesamten Körper (Ganzkörperszintigrafie) zur Kontrolle des Therapieverlaufs- und erfolgs.
Von der Wirkung spüren Sie bei der Therapie im Regelfall nichts. Gelegentlich kann es zu einer Schwellung des Schilddrüsenrestgewebes kommen mit Halsschmerzen. Dies ist jedoch durch Kühlen und Medikamente gut zu behandeln.

Nebenwirkungen wie Haarausfall oder Übelkeit, wovon Sie vielleicht bei anderen Tumorpatienten während einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung des Körpers von aussen gehört haben, treten bei der RJT nicht auf.

Wegen der Entfernung der Schilddrüse kommt es nach der Operation zu einer Schilddrüsenunterfunktion. Dies kann zu einer Gewichtszunahme mit Anschwellen von Fingern, Knöcheln und Gesicht führen. Auch Frieren, eine depressive Stimmungslage, allgemeine Schwäche und Müdigkeit oder eine tiefere Stimme können auftreten. Diese Symptome sind jedoch vorübergehend und verschwinden, sobald Sie Schilddrüsenhormone einnehmen.

Die Unterfunktion ist jedoch Voraussetzung, damit die Schilddrüsenzellen das Radiojod aufnehmen. Daher werden Schilddrüsenhormone erst nach der RJT gegeben und vorbereitend vor jeder erneuten Therapie wieder abgesetzt.

Langzeitfolgen bestehen darin, dass Sie lebenslang Schilddrüsenhormone einnehmen müssen. Die notwendige Dosis wird durch Blutkontrollen regelmässig überprüft. Weitere Kontrolluntersuchungen hängen vom Ausmass der Erkrankung ab uns sind im Einzelfall verschieden.

Da eine geringe Menge Radiojod sich bei der Therapie auch in den Speicheldrüsen anreichert, ist es wichtig, dass Sie den Speichelfluss durch reichliches Trinken und Spülen mit Zitronensaft fördern. Sie schützen sich so vor einer Funktionsstörung der Speicheldrüsen.

Aus Büchern oder durch Gespräche mit anderen Patienten haben Sie eventuell gehört, dass es ein erhöhtes Leukämierisiko nach der RJT gibt. Dies ist nicht falsch, spielt jedoch nur bei solchen Patienten eine Rolle, bei denen die Behandlung aussergewöhnlich hohe Gesamtdosen Radiojod erfordert. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Erkrankung ein lebensbedrohliches Ausmass hat. Für Sie ist dies im Rahmen der bevorstehenden Radiojodbehandlung kein bedeutsames Risiko. Hierüber würden wir Sie gegebenenfalls gesondert aufklären und Vorsichtsmassnahmen treffen.

Vorbereitung
Nach der Schilddrüsenoperation werden zunächst keine Schilddrüsenhormontabletten eingenommen, um die Unterfunktion zu erreichen. Weiterhin ist auf eine Jodkarenz zu achten. Bitte vermeiden Sie:
- jodhaltige Röntgenkontrastmittel
- Medikamente mit dem Wirkstoff Amiodaron
- jodhaltige Dermatologika (z.B. zur Wundbehandlung oder Desinfektion)
- Schilddrüsenmedikamente mit Jod
- jodhaltige Multivitamin- oder Mineralstoffpräparate
- jodhaltige Gesundheitstees
- Lebens- und Würzmittel aus Algen oder Seetang, Meeresfisch.

stationärer Aufenthalt
Bitte melden Sie sich am vereinbarten Aufnahmetag bis 8.30 Uhr in der Patientenaufnahme und danach in der Nuklearmedizin (Station 07). Zu Hause dürfen Sie noch ein leichtes Frühstück zu sich nehmen.

Was ist mitzubringen?
- Liste der Medikamente, am besten in der Originalverpackung
- Nachthemd oder Schlafanzug
- Bade- oder Morgenmantel sind nicht notwendig
- Waschzeug (Seife, Zahnbürste, Kamm, Creme, Rasierapparat usw.)
- Handtücher und Waschlappen werden gestellt
- Hausschuhe
- bequeme Kleidung, Sie müssen nicht im Bett liegen
- Sachen des persönlichen Bedarfs und zum Zeitvertreib (Bücher, Handarbeit, Laptop)

Untergebracht sind Sie in modernen Einbettzimmern Ein Fernsehapparat kann von Ihnen kostenlos genutzt werden. Jedes Zimmer besitzt ein eigenes Telefon, das mit einer Telefonkarte (erhältlich in der Patientenaufnahme, 10€ Pfand) betrieben wird.

Während des stationären Aufenthalts dürfen Sie aus Strahlenschutzgründen die Station nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Weiterhin besteht absolutes Rauchverbot.

Die Dauer Ihres stationären Aufenthalts richtet sich nach der Höhe der Therapiedosis, die bei jedem Patienten verschieden ist; die Aufenthaltsdauer kann somit zwischen 4-7 Tagen betragen. Die Messungen führen Sie nach Einweisung selbständig 6 x am Tag durch. Vor der Entlassung wird eine Ganzkörperszintigrafie zur Darstellung der Jodverteilung durchgeführt.

Die Entlassung erfolgt, sobald die Radioaktivität in Ihrem Körper einen vom Gesetzgeber vorgegebenen Wert unterschritten hat. Im Normalfall wird Ihnen die Entlassung mindestens einen Tag zuvor bekanntgegeben. Die gesamten Formalitäten (Abmeldung, Abschlussgespräch beim Arzt) sind meist bis spätestens 11.00 Uhr erledigt.

weiterer Verlauf

Ab Entlassung nehmen Sie Schilddrüsenhormontabletten ein.
Die Tumornachsorge zu vorgeschriebenen Zeitpunkten erfolgt bei Ihrem behandelnden Arzt.
Eine stationäre Nachsorge in der Nuklearmedizin ist nach 3-6 Monaten notwendig. Dazu gehören Ultraschallaufnahmen, Blutuntersuchungen und eine Jod-Ganzkörperszintigrafie. Voraussetzung für die Untersuchungen ist eine Schilddrüsenunterfunktion, die entweder durch Absetzen der Schilddrüsenhormontabletten ca. 4 Wochen vor Termin oder durch 2 Injektionen in die Muskulatur (Thyrogen) erreicht wird. Welches Verfahren für Sie in frage kommt, wird der Nuklearmediziner mit Ihnen besprechen.

Das Ergebnis dieser Untersuchungen bestimmt den weiteren Ablauf:
1. ambulante Tumornachsorge
2. nuklearmedizinische Nachsorge nach 1 Jahr
3. weitere Radiojodtherapie.

Der behandelnde Nuklearmediziner steht Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite. Weitere Patienteninformationen erhalten Sie z.B. unter folgenden Adressen:

www.schilddrüsenkrebs.de

www.nuklearmedizin.de

www.endokrinologie.de
www.sd-krebs.de

www.schilddrüsenliga.de

www.krebshilfe.de

 

Radiosynoviorthese (RSO)

Die RSO ist eine Methode zur Behandlung schmerzhafter, entzündlicher Gelenkerkrankungen. Sie kommt insbesondere bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wie z.B. chronischer Polyarthritis oder Psoriasisarthritis und bei aktivierten Arthrosen (Osteoarthritis) zur Anwendung.

Voruntersuchung:
Sie stellen sich nach vorheriger Terminvereinbarung über die 0340/5013671 ambulant mit einer Überweisung zum Dreiphasenszintigramm vor. Hierbei fertigen wir nach Injektion einer schwach radioaktiven Substanz szintigrafische Aufnahmen der betroffenen Gelenke bzw. des Ganzkörpers an. Im Anschluss wird ein ausführliches Gespräch über die Behandlung geführt. Dauer: insg. ca. 3-4 Stunden
Der Termin zur RSO wird festgelegt (> 7 Tage nach Voruntersuchung).

Durchführung RSO:
Nach Hautdesinfektion wird das betroffene Gelenk punktiert und Erguss abgezogen. Über diese gleiche Nadel wird die entsprechende Menge radioaktive Substanz in das Gelenk gespritzt. Anschliessend wird das Gelenk für 2 Tage ruhiggestellt, um den Abtransport über die Lymphbahnen zu verhindern.
Dauer: wenige Minuten

Wirkprinzip:
Die radioaktive Substanz wird von der entzündeten Gelenkinnenhaut aufgenommen. Sie wird von "innen" bestrahlt (Betastrahler). Die Gelenkschleimhaut vernarbt, Ergussneigung geht zurück, Schmerz-linderung. Dieser Therapieeffekt kann bis zur vollständigen Ausbildung 4-6 Monate benötigen. Eine deutliche Besserung ist nach wenigen Wochen zu erwarten.
Aufgrund der geringen Strahlenreichweite wird die Knorpeloberfläche nicht geschädigt.
Die Therapie kann wiederholt werden.

Schmerztherapie bei Knochenmetastasen

Viele Patienten mit Prostata-, Brust- oder Lungenkrebs leiden unter schmerzhaften Knochenmetastasen, die ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und ihren gewohnten Tagesablauf einschränken. Oft lassen sich die Schmerzen auch mit sehr wirksamen Schmerzmitteln nur unzureichend lindern. Bei höherer Dosierung treten Nebenwirkungen zunehmend auf. Eine Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie bzw. eine Ergänzung bietet die Radionuklidtherapie.

Vorbereitung:
Die Anmeldung erfolgt über den behandelnden Arzt (Hausarzt, Urologe, Onkologe etc.). In einem Ganzkörperskelettszintigramm kann man die Knochenmetastasen nachweisen. In einem anschliessenden Gespräch wird das Szintigramm ausgewertet und die Therapie näher erklärt.
Dauer: ca. 3 Stunden
Der Termin zur Therapie wird festgelegt. (ca. 7-14 Tage nach Voruntersuchung) Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden, in Ausnahmefällen stationär.


Durchführung:
Wir werden Ihnen das radioaktive Präparat über einen venösen Zugang (Armvene) verabreichen. Das Radiotherapeutikum reichert sich innerhalb kurzer Zeit in Ihrem gesamten Skelettsystem an. Der erhöhte Knochenstoffwechsel im Bereich der Knochenmetastasen durch Ihre Grunderkrankung bewirkt eine deutlich erhöhte Speicherung an diesen Orten. Hieraus resultiert die Hauptwirkung an diesen spezifischen Orten.

Das nicht gespeicherte Medikament wird über den Urin ausgeschieden. Aus diesem Grund sollen Sie nach der Therapie eine grosse Flüssigkeitsmenge zusätzlich über 48 Stunden trinken (4l). 6 Stunden nach der Injektion bleiben Sie in der Nuklearmedizin, um den radioaktiven Urin in unserer Abklinganlage aufzufangen.
Nach unserer Therapie befinden sich noch radioaktive Stoffe in Ihrem Körper. Radioaktive Stoffe werden im Laufe der Zeit aus dem Körper ausgeschieden und diese Ausscheidungen (besonders der Urin) können Personen in der Umgebung gefährden. Vermeiden Sie und Ihre Umgebung jeden direkten Kontakt mit Ihrem Urin (z.B. durch gehäuftes Spülen nach dem Toilettengang). Bitte achten Sie in den nächsten Tagen darauf, dass Sie möglichst keinen direkten körperlichen Kontakt zu schwangeren Frauen bzw. Kleinkindern haben werden.

Am nächsten Tag erfolgt in der Nuklearmedizin eine Ganzkörperszintigrafie, um die Verteilung des Radiotherapeutikums zu dokumentieren.

Mögliche Nebenwirkungen:

- Strahlenwirkung auf das Knochenmark und daraus resultierende Beeinträchtigung des Blutbildes (milder Abfall der Erythrozyten, Leukozyten, der sich in der Regel nach 8 Tagen zurückbildet). Ihr Arzt wird regelmässig Blutbildkontrollen durchführen.
- Bei 20 % der Patienten kann eine Schmerzverstärkung nach etwa 14 Tagen auftreten (Flare-Syndrom). Die Schmerzverstärkung ist vorübergehend. In diesem Fall nehmen Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt zwecks Erhöhung der Schmerzmedikamente.
- Eine Strahlenbelastung des gesamten Körpers, um die gewünschte Wirkung im Bereich der Metastasen zu erreichen.

Verlauf:
Eine Wirkung der Therapie ist ungefähr ab der 2. Woche zu erwarten. Eine Wiederholung der Therapie ist frühestens nach 8 Wochen möglich, wenn im zeitlichen Verlauf ein wieder normalisiertes Blutbild vorliegt.

Zur Beurteilung des Therapieeffektes ist nach 3 Monaten eine erneute Ganzkörperskelettszintigrafie erforderlich, um auch ggf. über eine Wiederholung der Therapie zu entscheiden.

Die Durchführung einer zusätzlich notwendigen Bestrahlung bzw. Chemotherapie muss in zeitlichen Abständen erfolgen.