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Vertebroplastie und Kyphoplastie bei Wirbelkörperfrakturen

Unter Röntgendurchleuchtung in zwei Ebenen (biplanar) wird nach kleiner Hautinzision die Vertebroplastienadel bis in den Wierbelkörper vorgeschoben.

Die Operationsnotwendigkeit eines gebrochenen Wirbels wird bestimmt durch seine Stabilität. Es gibt verschiedene Kriterien, um die Stabilität eines gebrochenen Wirbels zu beurteilen. Das sogenannte Drei-Säulen-Modell der Wirbelsäule vereinfacht die komplizierten Zusammenhänge. Eine Fraktur, die nur die vordere "Säule" betrifft, kann als stabil gelten, sofern die Wirbelkonfiguration und somit die Stellung der Wirbelsäule nicht nennenswert beeinträchtigt sind.

Eine Fraktur der mittleren Säule (Hinterkante der Wirbelkörper mit Bogenwurzeln) und/oder der hinteren Säule (Wirbelgelenke, Wirbelbögen und Bandapparat) gilt als unstabil und muss operiert werden. Selbstverständlich muss bei neurologischen Störungen (Lähmungen, Sensibilitätsstörungen) infolge einer Rückenmark- oder Nervenwurzelkompression ebenfalls operiert werden, dann liegt aber auch immer mindestens eine Schädigung der mittleren Säule vor.

Je nach Art der Fraktur kann eine Stabilisierung von hinten erfolgen oder es muss eine Wirbelkörper-Entfernung von vorne erfolgen mit Wirbelkörper-Ersatz und Stabilisierung, ähnlich dem Vorgehen bei Wirbeltumoren. Eine stabile Fraktur muss nicht operiert werden, sondern wird konservativ behandelt, wobei Physiotherapie und Frühmobilisation notwendig sind. Leiden die Patienten aber weiterhin an starken Schmerzen, so kann man im Rahmen einer minimal-invasiven Operation schnell härtenden Knochenzement in den Wirbelkörper über eine Kanüle hineinspritzen.

Die Kanüle wird unter Röntgenkontrollen in zwei Ebenen durch die Bogenwurzel in den LWK eingebracht, dann wird der LWK schrittweise mit dem Zement aufgefüllt. Diese Massnahme kann ohne (Vertebroplastie) oder mit (Kyphoplastie) vorheriger Teilaufrichtung des Wirbelkörpers mittels eines auffüllbaren, in den Wirbelkörper eingebrachten Ballons erfolgen. Beide Massnahmen werden in der Dessauer Neurochirurgie durchgeführt. Die Eingriffe führen in den meisten Fällen zu einer befriedigenden Reduktion der Fraktur-bedingten Rückenschmerzen.


Die CT-Rekonstruktion links zeigt zwei stabile Wirbelbrüche der Lendenwirbelsäule, die zu erheblichen Rückenschmerzen geführt haben vor der Therapie. Das CT-Bild rechts zeigt die Auffüllung mit Knochenzement.