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Lumbale Mikrochirurgische Bandscheibenoperationen

Das MRT-Bild in seitlicher Schnittführung zeigt einen grossen Vorfall (Prolaps) der unteren Bandscheibe der Lendenwirbelsäule. Der Pfeil beezeichnet den operativen Zugangsweg.
Die querverlaufende Schnittebene im MRT durch die Bandsceibe zwischen 5. Lendenwirbel und 1. Sakralwirbel verdeutlicht die starke Einengung des Spinalkanals. Der Pfeil zeigt den Verlauf des minimalinvasiven Zugangs an.
Im Bild sichtbar ist der kleine Defekt im hinteren Bandapparat des Wirbels nach einer minimal-invasiven MAPN-Operation (Pfeil). Der Bandscheibenvorfall ist komplett entfernt.

Bandscheibenvorfälle sind typischerweise degenerative Wirbelsäulenerkrankungen, die zu Rückenschmerzen und bei Druck der vorgewölbten oder vorgefallenen (prolabierten) Bandscheibe gegen eine Nervenwurzel auch zu ausstrahlenden Schmerzen in Arm (bei Vorfällen der Halswirbelsäule) oder Bein (bei Vorfällen der Lendenwirbelsäule) führen. Eine notfallmässige Operationsindikation besteht, wenn ein Bandscheibenvorfall durch die Nervenwurzelkompression zu schweren Ausfallssymptomen wie starken Lähmungen oder Blasen-Mastdarm-Störungen führt. Eine dringliche Operationsindikation besteht bei funktionell weniger starken Lähmungen, bei starken Sensibilitätsstörungen oder starken akuten Schmerzen. Eine elektive, also geplante Operationsindikation besteht bei Bandscheiben-bedingten Schmerzen, die durch konservative Therapie nicht beherrschbar sind.

Bandscheibenoperationen werden in der Neurochirurgie Dessau grundsätzlich mikrochirurgisch mit Operationsmikroskop durchgeführt, die Hautadaptation erfolgt mit unter die Hautoberfläche versenkten, resorbierbarenn Fäden, anschliessend wird die Haut mit Histoacryl geklebt.

Seit 2004 haben wir die "mikroskopisch assistierte perkutane Nukleotomie" (MAPN) in unserer Klinik etabliert. Hier erfolgt bei Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule die Operation minimal invasiv über ein Arbeitsröhrchen, das durch die Muskulatur Richtung Wirbelsäule vorgebracht wird. Vorteil dieser Massnahme sind geringere Probleme nach der Operation durch eine weitgehende Schonung der Muskulatur und eine kleine Schnittlänge von ca 1,5 cm bei gleicher Effektivität in der Prolapsentfernung und der Dekompression der Nervenwurzeln. Bei bestimmten Bandscheibenvorfällen ist dieses Vorgehen aber nicht anwendbar, so bei weit von der Bandscheibe abgewichenen Prolapsen oder bei Rezidiv-Eingriffen.