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Chefarzt
Herr Dr. med. Stefan Breuer
Facharzt für Anästhesiologie
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E-Mail: stefan.breuer@klinikum-
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Weiterbildungsermächtigung:

-
5 Jahre Anästhesiologie
- 2 Jahre fakultative
Weiterbildung in Spezielle
Anästhesiologische
Intensivmedizin
- 6-monatige Weiterbildung
Intensivmedizin im Rahmen
der Basisweiterbildung
Chirurgie
Sekretariat
Frau Gabriele Steffen
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Methoden zur schmerzarmen Geburt

Dazu eignen sich die rückenmarksnahen regionalanaesthesiologischen Verfahren, die als "single-shot-Gabe" bzw. als Kathetertechnik mit den geeigneten Medikamenten eine gute Mitarbeit der werdenden Mutter unter der Geburt bei deutlich verminderter Schmerzintensität ermöglichen.

 

 

  • Spinalanalgesie

Die schnell durchführbare Punktion im Bereich der Lendenwirbelsäule wird mit einer sehr dünnen Nadel (Gauge 25) durchgeführt. Diese Nadel wird bis in den Bereich des Spinalkanals vorgeschoben, für den Anaesthesisten erkenntlich am Rückfluss des Liquors über die Kanüle und ein Medikament bzw. ein Medikamentengemisch injiziert, welches einen sehr schnellen Wirkunsgeintritt hat und deren Wirkdauer ca. 6 - 12 Stunden anhalten kann. Vorteil dieser Methode ist die schnelle Durchführbarkeit und der schnelle Wirkeintritt. Diese Punktionstechnik kann in Rücksprache auch bei der Wannengeburt eingesetzt werden. Als Nachteil ist die Einmaligkeit der Punktion (wiederholte Gaben sind nicht möglich) zu nennen.

 

  • Periduralanalgesie

Diese wird generell als Kathetertechnik durchgeführt. Die Katheteranlage erfolgt ebenfalls im Bereich der Lendenwirbelsäule. Auch hier wird unter örtlicher Betäubung der Haut zunächst eine Stahlkanüle bis in den Bereich der Hüllen um den Spinalkanal eingeführt, über welche dann der Katheter vorgeschoben wird. Die Kanüle selbst wird wieder entfernt und der dünne Plastikschlauch verbleibt im sogenannten Periduralraum. Darüber werden die Medikamente gegeben, welche auch hier eine Einzelsubstanz oder auch ein Gemisch sein kann. Der Wirkeintritt beginnt bei dieser Technik jedoch etwas verzögert, es ist aber jederzeit eine erneute Gabe wieder möglich.

Um der Gebärenden eine selbstbestimmte Schmerztherapie zu ermöglichen, nutzen wir die sog. PCEA (patient-controlled-epidural-analgesia) via computer-gesteuerter Infusionspumpe. Hier kann über eine einfache Druckknopfbedienung bedarfsadaptiert eine vorher vom Anaesthesisten festgelegte Medikamentenmenge wiederholt abgefordert werden.

  • Kombinierte Spinal- Periduralanalgesie (CSE)

Die CSE (combined-spinal-epidural-analgesia) vereint die Vorteile beider Verfahren miteinander - schneller Wirkeintritt - Wiederholbarkeit der Medikamentengabe. Die Anlagetechnik ähnelt im wesentlichen der Anlage des Periduralkatheters. Bei diesem Verfahren wird durch eine ganz besonders geformte Kanüle nicht nur ein Katheter in den Periduralraum geschoben, sondern über die gleiche Kanüle eine 27 Gauge-Nadel bis in den Spinalraum vorgeschoben. Zum Schluss bleibt wieder nur der dünne Plastikschlauch für die weiteren Medikamentengaben liegen. Auch hier kann mit einer PCEA fortgefahren werden.

Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Verfahren ergibt sich häufig im Vorbereitungsgespräch mit der Patientin und der betreuenden Hebamme. Der bisherige Geburtsverlauf, Vorerkrankungen, abnorme Laborwerte und - wenn aus medizinischer Sicht möglich- der eigentliche Patientenwunsch werden dabei mit in die Entscheidungsfindung einbezogen.