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Dr. med. Hermann Voß
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Zertifizierungsurkunde - Brustzentrum
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Therapie bei Brustkrebs

Die Krebstherapie besteht aktuell aus fünf Säulen. Wann und in welcher Reihenfolge die unterschiedlichen Therapieoptionen eingesetzt werden, ist abhängig von den Tumoreigenschaften und dem körperlichen Zustand des Betroffenen.

Die Diagnose Brustkrebs kommt für die meisten Patienten überraschend. Das kann zu einer Krisensituation führen.  Viele stellen sich solche Fragen wie „Warum ich?“ oder „Warum jetzt?“.

Wir stehen Ihnen in dieser schweren Zeit als zuverlässiger Behandlungspartner gern zur Seite.

Wir bieten Ihnen standardmäßige Therapieoptionen, auf der Grundlage aktueller nationaler und internationaler Leitlinien  an.  Zusätzlich stehen Ihnen auch neue innovative Therapiemöglichkeiten, im Rahmen von klinischen Studien zur Verfügung. Diese Therapieoptionen sind gebündelt unter einem Dach. Wir koordinieren für Sie alle erforderlichen Termine und garantieren Ihnen somit einen lückenlosen und reibungslosen Ablauf Ihrer erforderlichen Krebstherapie. Dazu gehört auch die psychoonkologische Mitbehandlung.

Gemeinsam mit dem Behandlungsteam suchen wir für Sie die erfolgversprechendste Therapie aus. Wir räumen Ihnen ausreichend Bedenkzeit ein, um sich mit den angebotenen Behandlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und/oder gegebenenfalls eine Zweitmeinung einzuholen.

Diagnose - Brustkrebs

Die Diagnose Brustkrebs kommt für die meisten Patienten überraschend. Das kann zu einer Krisensituation führen.  Viele stellen sich solche Fragen wie „Warum ich?“ oder „Warum jetzt?“.
Wir stehen Ihnen in dieser schweren Zeit als zuverlässiger Behandlungspartner gern zur Seite.

Wir bieten Ihnen standardmäßige Therapieoptionen, auf der Grundlage aktueller nationaler und internationaler Leitlinien1 an. Zusätzlich stehen Ihnen auch neue innovative Therapiemöglichkeiten, im Rahmen von klinischen Studien zur Verfügung. Diese Therapieoptionen sind gebündelt unter einem Dach. Wir koordinieren für Sie alle erforderlichen Termine und garantieren Ihnen somit einen lückenlosen und reibungslosen Ablauf Ihrer erforderlichen Krebstherapie. Dazu gehört auch die psychoonkologische Mitbehandlung.

Gemeinsam mit dem Behandlungsteam suchen wir für Sie die erfolgversprechendste Therapie aus. Wir räumen Ihnen ausreichend Bedenkzeit ein, um sich mit den angebotenen Behandlungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und/oder gegebenenfalls eine Zweitmeinung einzuholen. 

1 S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft sowie Empfehlungen der Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e. V. (AGO)


 Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen Ihnen hier in unserem Haus zur Verfügung.

Brusterhaltene Operation (BET)
Entfernung der gesamten Brustdrüse (Mastektomie, Ablatio)
Entfernung der Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Methode)
Wiederaufbau der Brust mittels Eigen- oder Fremdgewebe

neoadjuvante Chemotherapie
adjuvante Chemotherapie
palliative Chemotherapie

Antihormontherapie – Hormonentzugsbehandlung

Antikörpertherapie -  Monoklonale Antikörper
Angiogenesehemmer
CDK4/6- Inhibition als neue Therapieoption (CDK=cyclin dependent kinase)
Immuntherapie

Ambulante palliative Therapie
- allgemeine ambulante palliative Versorgung (AAPV)
- spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Stationäre palliative Therapie
- Krankenhaus
- Pflegeheim
- ehrenamtlicher Begleiter

- onkologische Versorgung – z. B. Chemotherapie
- Nachsorge


  • Operation

Mit der Operation erfolgt zum einen
- die Sicherstellung der Diagnose – durch Gewinnung von Gewebeproben
- die Beurteilung der Tumorausbreitung und die
- komplette Entfernung aller sicht- und tastbaren Tumorausbreitungen.

Weiterhin kann in bestimmten Situationen ein sogenannter Schnellschnitt notwendig sein. Hierbei wird auffälliges Gewebe entnommen und von einem Pathologen untersucht. Das Ergebnis dient zur Sicherung der Verdachtsdiagnose und hat letztendlich Einfluss auf den weiteren OP-Verlauf.    
Oft ist eine Operation unumgänglich. Bei Ihnen wurde ein Tumor in der Brust festgestellt, welcher durch eine Operation entfernt werden soll. Hier gibt es unterschiedliche Operationsmethoden, welche im Folgenden näher erläutert werden sollen. Alle aufgelisteten Operationsmethoden werden im Städtischen Klinikum durchgeführt. 

Brusterhaltende Operation - BET
Die sogenannte brusterhaltende Operation (BET) ist eine schonendere Operation, bei der die Brust erhalten werden kann. Dies ist jedoch von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von der Größe und den pathologischen Eigenschaften des Tumors. Bei dieser Methode wird nur der Tumor mit dem angrenzenden gesunden Gewebe aus der Brust entfernt. Weiterhin ist eine Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle erforderlich, um das  Risiko für eine erneute Tumorbildung zu senken und das Ausmaß der Weiterbehandlung festlegen zu können.
Sollten Sie aus ästhetischen Gründen eine Größenangleichung der gesunden Brust wünschen, kann dies nach Absprache selbstverständlich mit erfolgen. Diese Operationsmethode erfordert immer eine anschließende Strahlentherapie, um ein Rezidiv soweit wie möglich zu verhindern.

Mastektomie – Entfernung der gesamten Brust
Nicht immer ist eine BET möglich. Ist der Tumor sehr groß oder an mehreren Stellen der Brustdrüse nachweisbar, ist eine Mastektomie unumgänglich. Bei dieser Operationsmethode wird der gesamte Brustdrüsenkörper mit Haut, einschließlich der Brustwarze bis zum Brustmuskel entfernt. Im weiteren Verlauf ist ein Wiederaufbau möglich. Diese „äußerlichen Brustprothesen“ bestehen aus Schaumstoff oder Silikon und werden in einen speziellen BH eingelegt. Die Beantragung erfolgt durch das medizinische Personal noch während des stationären Aufenthaltes. 
In bestimmten Fällen können jedoch Haut und Brustwarze erhalten und ein Implantat eingesetzt werden (hautsparende Mastektomie).

Entfernung der Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Methode)
Die Lymphknoten sind als Filter- und Polizeistation im Körper tätig. Sie sind die „Wächter“. Bei einem Mammakarzinom können sich Tumorzellen in die Lymphknoten der Achselhöhle ausbreiten. Um diese(n) Wächterlymphknoten, oder auch Sentinel-Lymphknoten zu identifizieren, wird vor der Operation eine schwach radioaktive Substanz verabreicht. Der Wächter-Lymphknoten ist der erste in der Lymphabflussbahn und speichert die radioaktive Substanz. Somit kann er während der Operation mit einer speziellen Sonde gefunden werden. Dieser Wächter-Lymphknoten wird entnommen und untersucht. Diese Untersuchung erfolgt als Schnellschnitt hier im Institut für Pathologie. Noch während der Operation erfahren wir, ob der Sentinel-Lymphknoten tumorbefallen ist oder nicht. Sollten hier bereits Tumorzellen nachgewiesen werden, müssen weitere Lymphknoten operativ entfernt werden.

Wiederaufbau der Brust mittels Eigen- oder Fremdgewebe
Der operative Brustaufbau mittels Eigen- oder Fremdgewebe, Brustimplantate, ist meist zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Zusätzlich lassen sich diese beiden Verfahren auch kombinieren. Bereits vor der eigentlichen Mastektomie können wir Vorbereitungen für den späteren Brustaufbau treffen. Dies ist mit Hilfe eines Expanders (Gewebedehners) möglich. Gern geben wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch für diesen operativen Eingriff weitere und ausführlichere Informationen.

Brustaufbau mit körpereigenem Gewebe
Diese Operationsmethode erfordert eine Transplantation von körpereigenen Haut- und Fettgewebe und ist mit einem höheren operativen Aufwand verbunden. Die Haut-Fettgewebe-Transplantation ist  am Unterbauch, Gesäß, Rücken oder auch Oberschenkel möglich. Vorteil der Eigentransplantation ist, dass die Brust sich den künftigen „Alterserscheinungen“ anpasst.

Brustaufbau mit Fremdgewebe – Brustimplantate
Eine weitere Brustrekonstruktion ist in unserem Haus mittels Implantateinlage möglich.  Die Implantate bestehen aus Silikon und sind teilweise mit  verschiedenen Substanzen, wie z.B. Kochsalzlösung, Silikongel gefüllt. Implantate werden hinter oder vor dem Brustmuskel platziert. In besonderen Fällen erfolgen die Operationen in Zusammenarbeit mit den Chirurgen der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie.

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  •  Chemotherapie

Um die Krebserkrankung erfolgreich zu bekämpfen, kann eine Chemotherapie erforderlich sein. Die Therapie wird unter anderem über Infusionen verabreicht und wirkt im gesamten Körper – also systemisch. Mit dieser systemischen Chemotherapie können weit verstreute Krebszellen, mögliche  Metastasen erreicht werden. Die Medikamente, welche für die Vernichtung der Krebszellen eingesetzt werden, nennt man Zytostatika. Wir führen diese Therapien sowohl stationär als auch ambulant in unserem Onkologischen Zentrum durch.

Vor der Chemotherapie ist die Anlage eines Portkatheters oder kurz "Port"  genannt erforderlich. Dieses Portsystem wird implantiert und stellt einen dauerhaften Zugang zum venösen Gefäßsystem dar. Über dieses Portsystem können dann problemlos Infusionen, z.B. Chemotherapeutika und Bluttransfusionen verabreicht werden. Die teilweise sehr aggressive Chemotherapie kann das periphere Venensystem stark reizen, was mit einem Port vermieden werden kann.
Die Portanlage erfolgt in unserem Haus und wird hauptsächlich ambulant durchgeführt.

Chemotherapie – systemische Therapie
Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt wird ein Therapieschema erstellt. So kann eine Chemotherapie vor oder auch nach der Operation erforderlich werden.

Als neo-adjuvant bezeichnet man eine Chemotherapie, welche vor der Operation durchgeführt wird. Insbesondere bei sehr großen Tumoren kann eine Chemotherapie vor der geplanten Operation den Tumor verkleinern und somit eine Operation erst ermöglichen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass aufgrund des verkleinerten Tumors weniger Gewebe bei der Operation entfernt werden muss, so dass eventuell auch eine brusterhaltende Operation (BET) durchgeführt werden kann. Weiterhin deutet die Verkleinerung des Tumors auf ein gutes Therapieansprechen hin und ist mit einer besseren Prognose assoziiert. 

Die adjuvante Chemotherapie wird im Anschluss an die Operation durchgeführt. Diese Therapie soll vor allem Krebszellen erreichen und vernichten, welche nach einer Operation eventuell noch im Körper verblieben sind. Dies ist erforderlich, um Rezidive – Rückfälle zu verhindern.

Von einer palliativen Chemotherapie spricht man, wenn der Brustkrebs gestreut hat – und bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat.  Diese Form der Therapie soll ein Fortschreiten der Erkrankung  aufhalten und bereits vorhandene Beschwerden lindern.

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  • Hormontherapie

Antihormonelle (=endokrine) Therapie

Vor der Operation, durch eine Biopsie, oder während der Operation werden von dem Tumor Gewebeproben entnommen. Diese Tumorproben werden durch unsere Pathologen untersucht und genau spezifiziert. So spricht man von einem „hormonrezeptorpositiven Brustkrebs“, wenn er die Rezeptoren für die  Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron an seiner Oberfläche trägt. Ein weiter wichtiger Biomarker ist die Bestimmung des HER2 (Human epidermal growth factor receptor 2) Status = dem Wachstumsfaktor. Dieser Rezeptor befindet sich auf der Oberfläche der Tumorzellen und hat Einfluss auf das Tumorwachstum. Bei ca. 20% der Tumore ist dieser Faktor stark erhöht, das heißt die Krebszellen vermehren sich schnell.

Um eine optimale Therapie einzuleiten, ist eine genaue Tumoranalyse durch unsere Pathologen erforderlich.

Antihormontherapie - Hormonentzugsbehandlung
Es gibt unter anderem Brusttumore, welche für ihr stetiges Wachsen weibliche Geschlechtshormone benötigen. Hier greift eine (Anti-)Hormontherapie, welche die Bildung oder Wirkung von Östrogenen blockiert. Diese Blockade stoppt somit das Wachstum des Tumors, weil ihm die „Wachstumsgrundlage“, die Hormone, entzogen werden. Diese Therapie kann über viele Jahre erfolgreich ein Rezidiv verhindern. 

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  • Zielgerichtete Therapie

Zielgerichtete Therapien richten sich ZIELGERICHTET – und PUNKTGENAU gegen Krebszellen. Gegenüber der Chemotherapie, welche systemisch – im ganzen Körper wirkt, erkennen die zielgerichteten Medikamente die Krebszellen und greifen diese an. Über einen sehr komplexen Wirkmechanismus verlangsamen bzw. stoppen sie das Wachstum der Krebszellen. Voraussetzung für den Einsatz dieser Medikamente, ist eine genaue Tumoranalyse.

Wir kämpfen gemeinsam mit Ihnen gegen den Krebs und möchten Ihnen die BESTE Medizin zukommen lassen. Aus diesem Grund nutzen wir nicht nur derzeitig zugelassene Medikamente, sondern nutzen auch „die Medizin von morgen“. Im Rahmen von klinischen Studien  können wir Ihnen weitere innovative, zielgerichtete und personalisierte Therapiemöglichkeiten anbieten.

Zu den zielgerichteten Therapien, zählen z. B. die Antikörper-Therapie, die Therapie mit Angiogenesehemmern , CDK4/6-Inhibitoren (CDK=cyclin dependent kinase) und die Immuntherapie. 

Antikörpertherapie -  Monoklonale Antikörper (künstliche Antikörper)
Antikörper werden von den weißten Blutkörperchen, den B-Zellen produziert. Sie spielen in der Immunabwehr eine sehr wichtige Rolle. Tumorzellen besitzen andere Oberflächenmerkmale als „herkömmliche Zellen“.  Gegen diese Merkmale richten sich die künstlichen Antikörper.  Solch eine Therapie wird z.B. bei HER2 positivem Brustkrebs eingesetzt.  Diese Antikörpertherapie blockiert die HER2-Rezeptoren und hemmt somit das Tumorwachstum.
Diese Antikörper können als Infusion, zusammen mit einer Chemotherapie verabreicht werden.  Eine weitere Möglichkeit ist die Verabreichung unter die Haut (subcutan).

Angiogenesehemmern
Wenn ein Tumor wachsen möchte benötigt er reichlich Nahrung und Sauerstoff. Dies ist nur durch die „Ankopplung“ an unser Blutsystem möglich. Angiogenesehemmer unterbinden diese, vom Tumor neu geschaffenen Blut- und Versorgungssysteme. Als Folge der gekappten oder unterbundenen Nahrungszufuhr bildet sich der Tumor zurück.  Diese Therapie wird ebenfalls in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt.

CDK4/6- Inhibition (CDK=cyclin dependent kinase)
Dieses Therapieprinzip wird beim Hormonrezeptor-positiven, Her-2-negativen lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs eingesetzt. Dieses revolutionäre, seit 9.11.2016 in Deutschland zugelassene Medikament, konnten wir bereits im Rahmen einer Studie unseren Brustkrebspatienten verabreichen. Heute profitieren viele Patienten von diesem Medikament. Dieses Medikament greift ebenfalls in den sehr komplexen Zellzyklus der Krebszellen ein, indem sie die gestörte und kranke Zellteilung blocken. 

Immuntherapie
Wie es der Name der Therapie bereits verrät, wird hier auf die Stärkung der körpereigenen Abwehr gesetzt. Die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen – und hier speziell die T-Zellen = auch natürliche Killerzellen genannt, sind für die körpereigene Abwehr verantwortlich. Normalerweise erkennen Killerzellen bösartige Zellen, welche sie dann bekämpfen und beseitigen.
Lieder besitzen manche Krebsarten die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, sich zu tarnen, so dass sie von unserem Immunsystem nicht als „gefährlich“ eingestuft werden. Dadurch können Krebszellen unentdeckt und gehindert im Körper wachsen und sich ausbreiten.
Eine Immunonkologische Therapie aktiviert wieder die Killerzellen, welche dann die Krebszellen wieder erkennt und aktiv bekämpft.

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  •  Knochenschutz/Knochenstabilisierung bei Knochenmetastasen

Diese Therapie ist erforderlich, wenn Krebszellen sich im Knochen ausgebreitet haben, sogenannte Metastasen gebildet haben. Die Krebszellen können sich überall im Skelett absiedeln, z.B. in der Wirbelsäule. Die betroffenen Knochen verlieren somit ihre Stabilität, was wiederum zu Knochenbrüchen führen kann. Da Knochenmetastasen zunächst oft unbemerkt verlaufen, erfolgt vor der Therapie eine spezielle Untersuchung des gesamten Skeletts (Ganzkörperskelettszintigraphie), um mögliche Metastasierungen auszuschließen. Weiterhin werden unter der Therapie in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen durchgeführt. Diese Kontrolluntersuchungen weisen auf das „Ansprechen der Therapie, den Therapieerfolg“ hin und decken mögliche Metastasierungen auf.
Knochenschmerzen können auf eine mögliche Metastasierung hinweisen. Aus diesem Grund sollten Tumorpatienten unbedingt immer die Ursache abklären lassen. Eine zeitige Entdeckung der Knochenmetastasen, kann das Wachstum der Metastasen hemmen, Symptome lindern und den Knochen wieder stabilisieren.

Medikamentöser Knochenschutz
Diese Medikamente werden sowohl bei Osteoporose als auch bei Knochenmetastasen eingesetzt. Die Osteoporose kann unter anderem durch den Hormonentzug,  z.B. durch eine (Anti-) Hormontherapie mit begünstigt werden.

Bisphosphonate
Bisphosphonate, z.B. Zoledronat, greifen in den Knochenstoffwechsel ein. Sie schützen das Skelett vor Knochenbrüche indem sie den tumorbedingten Knochenabbau hemmen. Sie festigen die Knochenstruktur und lindern indirekt auch die Schmerzen der Betroffenen, welche möglicherweise durch Knochenmetastasen hervorgerufen werden.

Denosumab
Eine andere Substanz, die zum Knochenschutz eingesetzt werden kann, ist Denosumab. Denosumab hemmt die Vermehrung der knochenabbauenden Zellen und Stabilisiert somit den Knochen.

Strahlentherapie bei Knochenmetastasen
Die Strahlentherapie kann sowohl die Schmerzen lindern als auch die Bruchgefahr der Knochen senken.
Weitere Informationen über die Strahlentherapie entnehmen Sie bitte dem Unterpunkt – Therapie – Strahlentherapie

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  • Strahlentherapie - Radiotherapie

Eine Strahlentherapie, auch Radiotherapie genannt, kann im Anschluss an die Operation oder auch nach der Chemotherapie noch erforderlich werden. Dies ist zum Beispiel nach einer brusterhaltenden Operation (BET)  notwendig, um das Risiko für ein Rezidiv zu reduzieren. Bei Metastasen der Lymphknoten können diese unter anderem mitbestrahlt werden.

Diese weiterführende Therapie wird von uns für Sie geplant. Die Strahlentherapie wird täglich über ca. 6 Wochen durchgeführt. Das ganze Prozedere der Bestrahlung dauert nur wenige Sekunden. Die Strahlendosis wird von unseren Mitarbeitern in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie  genau berechnet und auch durchgeführt. Diese Berechnung erlaubt eine sehr präzise Bestrahlung der Stelle in der Brust, wo der Tumor ehemals saß, so dass benachbarte Organe wie z.B. die Lunge oder das Herz weitgehend unbeeinflusst bleiben.

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  • Palliative Therapie

 „Es geht nicht primär darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“
Cicley Saunders, Mitbegründer der modernen Palliativmedizin

Der Brustkrebs ist weit fortgeschritten, eine Heilung ist nicht mehr möglich. In diesem Stadium wird eine palliative Therapie eingeleitet. In diesem letzten und schwersten Lebensabschnitt möchten wir Sie weiterhin begleiten und Ihnen zur Seite stehen. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen und Ihren Angehörigen eine palliative Therapie einleiten. Das Ziel dieser Therapie liegt hier in der Linderung Ihrer bestehenden Symptome, wie z.B. Schmerzen, Übelkeit, Angst.

Eine palliative Versorgung ist sowohl ambulant zuhause als auch stationär möglich. Über die genauen Voraussetzungen und Möglichkeiten werden wir Sie und Ihre Angehörigen bei Bedarf gern ausführlich informieren. Bitte sprechen Sie uns an.

Ambulante palliative Versorgung

allgemeine ambulante palliative Versorgung (AAPV)
In dieser allgemeinen ambulanten palliativen Versorgung erfolgt die kontinuierliche Versorgung durch den Haus- und/oder Facharzt. Der Fokus liegt auf Linderung bestehender Symptome, wie z.B. Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Angst.

spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)  -  „Palliativ-Care-Teams“
Bei dieser spezialisierten ambulanten Palliativversorgung – SAPV erfolgt die Versorgung ebenfalls in der Häuslichkeit, durch ein multiprofessionelles spezialisiertes Palliativteam. Das spezialisierte Palliativteam, welches über 24-Studen erreichbar und einsatzbereit ist.
Wir verfügen im MVZ-Dessau über ein Palliativzentrum . Hier wird die weitere palliative Versorgung für Sie koordiniert und ganzheitlich mit den einzelnen Akteuren abstimmt.

Stationäre palliative Versorgung
Hier stehen Ihnen verschieden Einrichtungen zur Verfügung. So kann die stationäre palliative Versorgung im Krankenhaus, im Hospiz oder in einem Pflegeheim erfolgen.

Krankenhaus
Das Krankenhaus ist für Sie in der Akutphase Ihr Ansprechpartner. Hier werden in Ihrem Sinne alle weiteren Schritte eingeleitet. Sie müssen in diesem Zeitraum klären, welche medizinische Versorgung Sie weiter in Anspruch nehmen möchten. Gern unterstützen wir Sie und Ihre Angehörigen in dieser schweren Stunde. Wir bieten Ihnen Hilfe und Unterstützung bei allen Angelegenheiten an und organisieren für Sie die Verlegung in die von Ihnen gewünschte Einrichtung.

Hospiz
In zahlreichen Orten wurden Hospize errichtet, so unter anderem auch in Dessau und Zerbst . Die folgenden Sätze entstammen der „Anhaltischen Hospiz- und Palliativgesellschaft gGmbH“. 
„Hospize sind Orte zum Kommen, Bleiben und Abschied nehmen - Orte, wo Schwerkranke und Sterbende Gäste sind. Wie auch in der ambulanten Versorgung steht hier die Lebensqualität und nicht die Krankheit im Mittelpunkt. Es ist ein Kommen und Bleiben für Angehörige und Begleitende möglich, und ein würdevolles Gehen, das nicht unbemerkt, sondern bewusst geschieht“. 

Pflegeheim
In Pflegeheimen  verbringen Menschen mit vielen Grund- und Neuerkrankungen ihren letzten Lebensabschnitt, so dass die Ausbildung der Altenpfleger in den letzten Jahren auf die Palliativpflege ausgeweitet wurde. Auch hier steht Ihnen rund um die Uhr medizinisches Pflegepersonal zur Verfügung. Auf Wunsch und nach Abklärung freier Kapazitäten können wir Sie gern in ein Pflegeheim Ihrer Wahl verlegen.

ehrenamtlicher Begleiter
Viele stationäre Einrichtungen kooperieren mit ehrenamtlichen Begleitern , unter anderem auch unser Krankenhaus, das Hospiz und die Pflegeheime. Ehrenamtliche Mitarbeiter begleiten Sie und Ihre Angehörigen in der letzten Lebensphase. Sie gehen auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse ein, bzw. versuchen diese auch im Rahmen des möglichen zu erfüllen. Weiterhin erkennen ehrenamtliche Mitarbeiter ggf. Versorgungslücken, so dass Sie Hinweise für weitere Hilfsmöglichkeiten (z.B. Bedarf für einen Toilettenstuhl) weiterleiten können. Auf ihren Wunsch hin können wir gern den Kontakt zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern herstellen.

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  • Onkologische Psychotherapie

Mit der Diagnose Brustkrebs können zusätzlich seelische Probleme, wie z.B. Ängste, niedergeschlagene Stimmungslagen und Depressionen auftreten. Diese Probleme belasten nicht nur Sie.  Auch Ihre Angehörigen haben Schwierigkeiten mit der neuen Situation umzugehen.
Wir haben in unserem Haus qualifizierte Psychoonkologen , fachspezifische Psychologen, welche sich in allen Krankheits- und Behandlungsphasen gern um Sie kümmern werden. Die Kollegen stehen Ihnen nicht nur während des stationären Aufenthaltes zur Seite, sondern auch im ambulanten Bereich, wenn Sie sich z.B. in der weiteren onkologischen Versorgung in unserem Onkologischen Zentrum befinden. Bei Bedarf vermitteln wir Ihnen auch gern den Kontakt zu extern niedergelassenen Psychologen. Bitte sprechen Sie uns an.

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  • Ambulante onkologische Weiterversorgung im Onkologischen Zentrum


Nachdem die stationäre Behandlung abgeschlossen ist, muss ggf. eine weitere onkologische Versorgung erfolgen. Diese kann bei uns im Onkologischen Zentrum  durchgeführt werden. Hier werden Sie teilweise weiterhin von dem bereits bekannten stationären Ärzteteam versorgt. 
Im Onkologischen Zentrum haben Sie nicht nur Zugang zu allen standardmäßigen Therapieoptionen (z.B. Chemotherapie), sondern auch zu neuen innovativen Therapien , welche wir Ihnen im Rahmen von klinischen Studien  zur Verfügung stellen können.

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Behandlungsmöglichkeiten

Folgende Behandlungsmöglichkeiten stehen Ihnen hier in unserem Haus zur Verfügung.

Brusterhaltene Operation (BET)
Entfernung der gesamten Brustdrüse (Mastektomie, Ablatio)
Entfernung der Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Methode)
Wiederaufbau der Brust mittels Eigen- oder Fremdgewebe
Brustvergrößerung

neoadjuvante Chemotherapie
adjuvante Chemotherapie
palliative Chemotherapie

  • Hormontherapie

Antihormontherapie – Hormonentzugsbehandlung

  • Zielgerichtete Therapie

Antikörpertherapie -  Monoklonale Antikörper
Angiogenesehemmer 
CDK4/6- Inhibition als neue Therapieoption (CDK=cyclin dependent kinase)
Immuntherapie

  • Knochenschutz/Knochenstabilisierung
  • Strahlentherapie
  • Palliative Therapie

Ambulante palliative Therapie
allgemeine ambulante palliative Versorgung (AAPV)
spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)
Stationäre palliative Therapie
Krankenhaus
Pflegeheim
ehrenamtlicher Begleiter

  • Onkologische Psychotherapie
  • Ambulante onkologische Weiterversorgung im Onkologischen Zentrum

onkologische Versorgung – z. B. Chemotherapie
Nachsorge

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Mit der Operation erfolgt zum einen

  • die Sicherstellung der Diagnose – durch Gewinnung von Gewebeproben 
  • die Beurteilung der Tumorausbreitung und die
  • komplette Entfernung aller sicht- und tastbaren Tumorausbreitungen.

Weiterhin kann in bestimmten Situationen ein sogenannter Schnellschnitt notwendig sein. Hierbei wird auffälliges Gewebe entnommen und von einem Pathologen untersucht. Das Ergebnis dient zur Sicherung der Verdachtsdiagnose und hat letztendlich Einfluss auf den weiteren OP-Verlauf.    
Oft ist eine Operation unumgänglich. Bei Ihnen wurde ein Tumor in der Brust festgestellt, welcher durch eine Operation entfernt werden soll. Hier gibt es unterschiedliche Operationsmethoden, welche im Folgenden näher erläutert werden sollen. Alle aufgelisteten Operationsmethoden werden im Städtischen Klinikum durchgeführt.

  • Brusterhaltende Operation - BET

Die sogenannte brusterhaltende Operation (BET) ist eine schonendere Operation, bei der die Brust erhalten werden kann. Dies ist jedoch von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem von der Größe und den pathologischen Eigenschaften des Tumors. Bei dieser Methode wird nur der Tumor mit dem angrenzenden gesunden Gewebe aus der Brust entfernt. Weiterhin ist eine Entfernung der Lymphknoten aus der Achselhöhle erforderlich, um das  Risiko für eine erneute Tumorbildung zu senken und das Ausmaß der Weiterbehandlung festlegen zu können.
Sollten Sie aus ästhetischen Gründen eine Größenangleichung der gesunden Brust wünschen, kann dies nach Absprache selbstverständlich mit erfolgen. Diese Operationsmethode erfordert immer eine anschließende Strahlentherapie , um ein Rezidiv soweit wie möglich zu verhindern.

  • Mastektomie – Entfernung der gesamten Brust

Nicht immer ist eine BET möglich. Ist der Tumor sehr groß oder an mehreren Stellen der Brustdrüse nachweisbar, ist eine Mastektomie unumgänglich. Bei dieser Operationsmethode wird der gesamte Brustdrüsenkörper mit Haut, einschließlich der Brustwarze bis zum Brustmuskel entfernt. Im weiteren Verlauf ist eine Wiederaufbau möglich. Diese „äußerlichen Brustprothesen“ bestehen aus Schaumstoff oder Silikon und werden in einen speziellen BH eingelegt. Die Beantragung erfolgt durch das medizinische Personal noch während des stationären Aufenthaltes. 
In bestimmten Fällen können jedoch Haut und Brustwarze erhalten und ein Implantat eingesetzt werden (hautsparende Mastektomie).

  • Entfernung der Wächter-Lymphknoten (Sentinel-Methode)

Die Lymphknoten sind als Filter- und Polizeistation im Körper tätig. Sie sind die „Wächter“. Bei einem Mammakarzinom können sich Tumorzellen in die Lymphknoten der Achselhöhle ausbreiten. Um diese(n) Wächterlymphknoten, oder auch Sentinel-Lymphknoten zu identifizieren, wird vor der Operation eine schwach radioaktive Substanz verabreicht. Der Wächter-Lymphknoten ist der erste in der Lymphabflussbahn und speichert die radioaktive Substanz. Somit kann er während der Operation mit einer speziellen Sonde gefunden werden. Dieser Wächter-Lymphknoten wird entnommen und untersucht. Diese Untersuchung erfolgt als Schnellschnitt hier im Institut für Pathologie. Noch während der Operation erfahren wir, ob der Sentinel-Lymphknoten tumorbefallen ist oder nicht. Sollten hier bereits Tumorzellen nachgewiesen werden, müssen weitere Lymphknoten operativ entfernt werden.

  • Wiederaufbau der Brust mittels Eigen- oder Fremdgewebe

Der operative Brustaufbau mittels Eigen- oder Fremdgewebe, Brustimplantate, ist meist zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Zusätzlich lassen sich diese beiden Verfahren auch kombinieren. Bereits vor der eigentlichen Mastektomie können wir Vorbereitungen für den späteren Brustaufbau treffen. Dies ist mit Hilfe eines Expanders (Gewebedehners) möglich. Gern geben wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch für diesen operativen Eingriff weitere und ausführlichere Informationen.

Brustaufbau mit körpereigenem Gewebe
Diese Operationsmethode erfordert eine Transplantation von körpereigenen Haut- und Fettgewebe und ist mit einem höheren operativen Aufwand verbunden. Die Haut-Fettgewebe-Transplantation ist  am Unterbauch, Gesäß, Rücken oder auch Oberschenkel möglich. Vorteil der Eigentransplantation ist, dass die Brust sich den künftigen „Alterserscheinungen“ anpasst.

Brustaufbau mit Fremdgewebe – Brustimplantate
Eine weitere Brustrekonstruktion ist in unserem Haus mittels Implantateinlage möglich.  Die Implantate bestehen aus Silikon und sind teilweise mit  verschiedenen Substanzen, wie z.B. Kochsalzlösung, Silikongel gefüllt. Implantate werden hinter oder vor dem Brustmuskel platziert. In besonderen Fällen erfolgen die Operationen in Zusammenarbeit mit den Chirurgen der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie.

  • Brustvergrößerung

Brustvergrößerungen werden bei uns im Hause durchgeführt. Eine Brustvergrößerung erfolgt in der Regel durch Implantate, welche aus Silikon bestehen. Im Gespräch mit der Patientin wird für jede Situation gemeinsam das optimale Implantat ausgesucht. Das Implantat kommt normalerweise hinter dem Brustmuskel zu liegen, weil es dort vom Körper besser aufgenommen wird.

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Um die Krebserkrankung erfolgreich zu bekämpfen ist oft eine Chemotherapie erforderlich. Die Therapie wird unter anderem über Infusionen verabreicht und wirkt im gesamten Körper – also systemisch. Mit dieser systemischen Chemotherapie können weit verstreute Krebszellen, mögliche  Metastasen erreicht werden. Die Medikamente, welche für die Vernichtung der Krebszellen eingesetzt werden, nennt man Zytostatika. Wir führen diese Therapien sowohl stationär als auch ambulant in unserem Onkologischen Zentrum durch.


Vor der Chemotherapie ist die Anlage eines Portkatheters oder kurz "Port"  genannt erforderlich. Dieses Portsystem wird implantiert und stellt einen dauerhaften Zugang zum venösen Gefäßsystem dar. Über dieses Portsystem können dann problemlos Infusionen, z.B. Chemotherapeutika und Bluttransfusionen verabreicht werden. Die teilweise sehr aggressive Chemotherapie kann das periphere Venensystem stark reizen, was mit einem Port vermieden werden kann.

Die Portanlage erfolgt in unserem Haus und wird teilweise noch während des stationären Aufenthaltes angelegt.

Chemotherapie – systemische Therapie

Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt wird ein Therapieschema erstellt. So kann eine Chemotherapie vor oder auch nach der Operation erforderlich werden.

  • Als Neo-adjuvant bezeichnet man eine Chemotherapie, welche vor der Operation durchgeführt wird. Insbesondere bei sehr großen Tumoren kann eine Chemotherapie vor der geplanten Operation den Tumor verkleinern und somit eine Operation erst ermöglichen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass aufgrund des „geschrumpften“ und verkleinerten Tumors weniger Gewebe bei der Operation entfernt werden muss, so dass eventuell auch eine brusterhaltende Operation (BET) durchgeführt werden kann. Weiterhin deutet die Verkleinerung des Tumors auf ein gutes Therapieansprechen hin und ist mit einer besseren Prognose assoziiert. 
  • Die adjuvante Chemotherapie wird im Anschluss an die Operation durchgeführt. Diese Therapie soll vor allem Krebszellen erreichen und vernichten, welche nach einer Operation eventuell noch im Körper verblieben sind. Dies ist erforderlich, um Rezidive – Rückfälle zu verhindern.
  • Von einer palliativen Chemotherapie spricht man, wenn der Brustkrebs gestreut hat – und bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat.  Diese Form der Therapie soll ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und bereits vorhandene Beschwerden lindern.

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