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Herr  Priv.-Doz. Dr. med. Lothar Krause
Facharzt für Augenheilkunde   Weiterbildungsermächtigung 5 Jahre


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Farbstoffuntersuchung des Augenhintergrundes (Fluoreszenzangiographie)

1 Stelle des schärfsten Sehens (Makula) 2 Blutgefäss der Netzhaut, mit Farbstoff (Fluoreszein) gefüllt 3 Sehnervenkopf

1 diabetische Veränderungen mit Laserherden

Die Fluoreszenzangiografie ist einer der elementaren diagnostischen Basisuntersuchungen in der Augenheilkunde. Sie dient der Untersuchung und Bestimmung der Netz- und Aderhautdurchblutung und ermöglicht die Erkennung zahlreicher hier lokalisierter Erkrankungen sowie deren Differenzierung. Damit ermöglicht sie dem Augenarzt die zielsichere Festlegung weiterer therapeutischer Schritte. Methode: Als Fluoreszenz bezeichnet man die Eigenschaft mancher Moleküle, unter Bestrahlung durch Licht einer bestimmten Wellenlänge wiederum Licht einer anderen Wellenlänge abzustrahlen. Bei Verwendung spezieller Lichtfilter können unter Anwendung fluoreszeierender Stoffe verschiedene Phänomene optisch darstellbar werden. Die Augenheilkunde bedient sich hierbei des Farbstoffs Fluoreszein, der, in die Blutbahn gespritzt, unter Bestrahlung mit Licht der Wellenlänge 450 nm, die Durchblutung der Netz- und Aderhautgefässe für die Dauer einer Kreislaufzeit, d.h. für ca. 5 - 6 Minuten sichtbar werden lässt. Die einzelnen Schritte der Kreislaufphase werden mit einer digitalen Kamera fotografiert und können so dokumentiert und ausgewertet werden. Für die Untersuchung müssen die Pupillen weit getropft werden; Patienten, die mit dem eigenen PKW anreisen, müssen von einer Fahruntauglichkeit von ca. 3 Stunden ausgehen und sollten sich daher einen Fahrer mitbringen. Der Farbstoff Fluoreszein gilt als sichere Substanz. Allergische Reaktionen treten sehr selten auf. Für Patienten, bei denen Allergien in der Vorgeschichte bekannt sind, bietet die Augenklinik Dessau zur Erhöhung der Sicherheit auch Spezialtermine zur Fluoreszenzangiografie unter intensiver Überwachung durch einen Narkosefacharzt an.

Sollte eine Netz- oder Aderhauterkrankung sich mit Hilfe der Fluoreszenzangiografie nicht eindeutig differenzieren lassen, bietet die Augenklinik Dessau auch eine erweiterte Diagnostik

mit dem Farbstoff Indocyaningrün an. Die Vorgehensweise ist identisch wie beim Farbstoff Fluoreszein.

Indikation: Die Fluoreszenzangiografie findet prinzipiell ihren Einsatz bei allen unklaren Veränderungen der Netz- und Aderhaut. Am häufigsten wird sie jedoch eingesetzt zur Feststellung des Ausmasses diabetischer Veränderungen der Netzhaut und zur Festlegung einer eventuellen Lasertherapie, der Differenzierung venöser und auch arterieller Gefässverschlüsse und zur Klassifizierung altersbezogener Durchblutungsstörungen der Makula d.h. der Stelle des schärfsten Sehens. Die diabetische Retinopathie ist gekennzeichnet durch zahlreiche Veränderungen der Gefässe, die durch eine langandauernde und/oder schlecht eingestellte Zuckererkrankung bedingt werden. Der Diabetes mellitus gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose mit der Folge der Minderdurchblutung meist zuerst der sehr feinen Gefässe des Auges. Ein länger dauerndes Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf begünstigt typische Veränderungen, die bei Nichtbehandlung zu Sehschärfenabfall, schlimmstenfalls bis hin zur Erblindung führten kann. Bei regelmässiger Kontrolle kann Ihr Augenarzt den Beginn dieser Veränderungen jedoch meist rechtzeitig entdecken und Sie zur weiteren Diagnostik und Lasertherapie in die Klinik überweisen. Meist kann dann nach erfolgter Lasertherapie für einen längeren Zeitraum eine Stabilisierung der Netzhaut und Wahrung des Sehvermögens erreicht werden. Die altersbezogene Makuladegeneration ist die häufigste Ursache für eine bleibende Erblindung im Sinne des Gesetzes nach dem 65. Lebensjahr. Ihr zugrunde liegt eine vorzeitige, durch schlechtere regionale Durchblutung bedingte, vorzeitige Erschöpfung der Sinneszellen der zentralen Netzhaut, die sich meist klinisch durch eine abfallende zentrale Sehschärfe manifestiert. Vielfach sind schon vor dem Abfall der Sehschärfe bei der augenärztlichen Untersuchung typische Veränderungen zu sehen, die einen Beginn der Erkrankung anzeigen. Unterschieden wird bei der altersbezogenen Makuladegeneration zwischen der vergleichsweise harmlosen, meist langsam verlaufenden und nicht therapierbaren trockenen Form und der meist plötzlich auftretenden und mit starkem Sehschärfenabfall einher gehenden feuchten Form, die sich wiederum aus der trockenen Form entwickeln kann. Bei einem Teil der Patienten mit feuchter Makuladegeneration ist eine Behandlung mit zufriedenstellender Stabilisierung möglich. Auch hier ist die Fluoreszenzangiografie wegweisend für die Klassifikation der Erkrankung und Festlegung des weiteren Vorgehens.