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Neuer Fachbereich Nukelarmedizin im Medizinischen Versorgungszentrum
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Städtischen Klinikums erweitert zum 1. April sein Angebot. Zu den zahlreichen Praxen unterschiedlichster medizinischer Fachrichtungen kommt die Nuklearmedizin hinzu. Wie auch schon bei der Strahlentherapie nutzt das MVZ für diese Erweiterung seines Spektrums die Räume und die medizinischen Geräte des Städtischen Klinikums, in dessen Neubau die Klinik für Nuklearmedizin ihren Sitz hat.
Sprechzeiten (mo-fr von 7.30 bis 15.30 Uhr, di bis 17.30 Uhr, Anmeldung ab sofort unter der Nummer 0340/5 01 36 71) halten Dr. Heike Boye und Dr. Nils-Michael Granzow. Die Nuklearmedizin des MVZ bietet den Patienten die gesamte nuklearmedizinische Diagnostik an, darüber hinaus sind Ultraschalldiagnostik, Gelenktherapie und Schmerztherapie möglich. „Es gibt nicht viele Praxen in der Region, die nuklearmedizinische Untersuchungen anbieten. Wir freuen uns deshalb, dass dies für gesetzlich versicherte Patienten, die eine Überweisung von ihrem Arzt erhalten, und für Privatpatienten nun auch im MVZ möglich ist", so Dr. Heike Boye, die den Einzugsbereich des Fachbereichs Nuklearmedizin von Bitterfeld bis Köthen und bis in den Raum Wittenberg und Jessen beschreibt.
Unter Nuklearmedizin versteht man das medizinische Fachgebiet, in dem bei verschiedenen Diagnose- und Therapieverfahren radioaktive Substanzen eingesetzt werden. Am bekanntesten ist ihr Einsatz bei der Diagnose und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen. Auf die Nuklearmedizin wird aber auch bei Krebserkrankungen, Herzkrankheiten, Untersuchungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems (ZNS) oder bei rheumatischen Erkrankungen zurückgegriffen. Die verwendeten Substanzen in der Nuklearmedizin bestehen aus einem kurzlebigen Radioisotop, d. h. einem radioaktiven Teilchen, das unter Abstrahlung von α-, ß- oder γ- Strahlung zerfällt. Meist ist außerdem ein zweiter Bestandteil vorhanden, der spezifisch an einen bestimmten Zelltyp im menschlichen Körper bindet. Auf diese Weise gelangt das Radioisotop über die Blutbahn, den Nahrungsstoffwechsel oder die Atemluft genau zu den Orten, an denen es therapeutisch wirken soll bzw. im Rahmen der Diagnose bestimmte Stoffwechselvorgänge sichtbar gemacht werden sollen.
Mit dem neuen Fachbereich für Nuklearmedizin trägt das Medizinische Versorgungszentrum des Städtischen Klinikums erneut dazu bei, das ambulante medizinische Angebot in Dessau-Roßlau zu optimieren und die ärztliche Versorgung der Bevölkerung trotz sich abzeichnender Engpässe sicherzustellen. Orientiert an der Struktur der früheren Polikliniken wird auch weiterhin angestrebt, ein breit gefächertes Angebot im Bereich der medizinischen Versorgung an einem Standort bereitzuhalten.



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