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Dienstag, 24. März 2009 14:13 Alter: 3 Monat(e)

Neue Vortragsreihe widmet sich dem Schlaganfall


Die Akademie für Bildung und Information am Städtischen Klinikum hat eine neue Vortragsreihe aufgelegt, die die verschiedenen Aspekte zum Thema „Curriculum Schlaganfall" näher betrachtet. Die Serie der Vorträge, die sich an Patienten, deren Angehörige und alle Interessierten richtet, beginnt am 8. April und endet im Oktober. Zum Auftakt spricht Dr. Wulfhard Steffen Hofmann, Oberarzt der Klinik für Chirurgie und Abteilungsleiter Gefäßchirurgie, über Carotisstenose, eine Verengung im Bereich der Halsschlagader deren Ursache die Arterienverkalkung ist. Die Vortragsreihe wird in der Cafeteria des Klinikums um 15 Uhr eröffnet.

„Diabetes und Bluthochdruck, Risikofaktoren des Schlaganfalls" thematisiert am 27. Mai, 15 Uhr, Dipl.-Med. Bentina Beckmann, Oberärztin der Klinik für Innere Medizin. Ihr Kollege Dr. Thomas Stache, Oberarzt der Klinik für Neurologie am Städtischen Klinikum, spricht am 12. August über die Ursachen und Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls. Die „Gesunde Ernährung" steht im Mittelpunkt des Vortrages von Diätassistentin Daniela Kamenik am 16. September. Die Vortragsreihe „Schlaganfall" endet am 21. Oktober mit dem Referat „Physiotherapie nach Schlaganfall", das von Annette Rossa, Physiotherapeutin am Städtischen Klinikum, gehalten wird.

Rund 200 000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall. Noch immer stirbt jeder dritte Betroffene. Damit ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter. In erster Linie betrifft die Erkrankung zwar ältere Menschen, aber sie ist nicht alterspezifisch. Jährlich erleiden auch 200 bis 300 Kinder einen Schlaganfall. Ausgelöst wird ein Schlaganfall, wenn die Blutgefäße verstopft sind oder „platzen". Dadurch entsteht ein plötzlicher Sauerstoffmangel, der die Hirnfunktionen und damit die Steuerung des Körpers stark beeinträchtigt. Oft kommt es zu Bewusstseinsstörungen, halbseitigen Lähmungen und Ausfallerscheinungen des Sprech- oder Sehvermögens. Erbliche Veranlagung, Bluthochdruck, Diabetes und bei Frauen die Einnahme der Antibabypille erhöhen das Risiko zusätzlich.

Einem Schlaganfall kann vorgebeugt werden, deshalb sollte man auf alarmierende Hinweise achten. Sollte es dennoch zu einem Notfall kommen, ist schnelles Handeln gefordert. Jede Minute zählt, um Folgeschäden zu vermindern. Am Tag des Schlaganfalls wird vielerorts über das Thema aufgeklärt und die Bevölkerung für Warnsignale sensibilisiert. Die neue Vortragsreihe am Klinikum findet In Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe „Schlaganfall" in Dessau und der AOK Sachsen-Anhalt statt.

Schon jetzt können sich Interessierte für alle Vorträge anmelden. Anmeldungen sind an die Akademie für Bildung und Information, Telefon 0340/5 01 18 28, Mail: akademie@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de zu richten.