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Palliativeinheit wurde offiziell eröffnet
Nach einer Umbauphase auf Station 6 der Klinik für Innere Medizin wurde am 13. August die neue Palliativeinheit des Städtischen Klinikums offiziell übergeben. Bei der Eröffnung in der Cafeteria des Krankenhauses konnte Verwaltungsdirektorin Gabriele Süssmilch neben Sozialdezernent Dr. Gerd Raschpichler Vertreter der Politik und zahlreiche Mitarbeiter des Hauses begrüssen.
Dr. Gerd Raschpichler stellte an den Beginn seiner Ausführungen die Bedeutung des Städtischen Klinikums für die Stadt und die Region und betonte, dass es für ihn unverzichtbar sei, dass kommunale Einrichtungen die Krankenhauslandschaft auch weiter prägen. Die Palliativeinheit mit ihren zwei Patientenzimmern und Gesprächsraum sei ein weiterer "Baustein, der sich in ein solides, anerkanntes und beachtetes Krankenhaus des Landes einfügt", so Dessau-Rosslaus Sozialdezernent. Sensibel beschrieb er die Aufgaben der Palliativmedizin, einem "Bereich, der die Grenzen ärztlicher Heilkunst aber nicht die Grenzen ärztlicher Tätigkeit aufzeigt". Wie wichtig Palliativmedizin ist, unterstrich Dr. Gerd Raschpichler mit Zahlen. Demnach gebe es in Deutschland pro einer Millionen Einwohner einen Bedarf an 50 Betten in diesem jungen und interdisziplinären Bereich der Medizin. In Sachsen-Anhalt betrage der Schnitt 26 Betten. Nach ähnlichen Angeboten der Palliativmedizin in Ballenstedt, Stendal, Wernigerode und Magdeburg würde sich nun auch das Städtische Klinikum Dessau zu den Anbietern gesellen.
"Palliativmedizin hat etwas damit zu tun, in Würde den letzten Lebensabschnitt leben zu können", so Dr. Gerd Raschpichler. Sein Dank ging an alle Mitarbeiter des Krankenhauses, das die Palliativeinheit ohne den Einsatz externer Mittel einrichtete. Besonders das Engagement aller Kollegen und Kolleginnen des Klinikums trage dazu bei, dass das Haus weit über die Grenzen der Region hinaus einen ausgezeichneten Ruf geniesse. "Ich bin optimistisch, dass das Schatzkästlein Klinikum Dessau auch weiterhin in dieser Form den Patienten zur Verfügung steht", schloss er seine Rede.
Über die Bedeutung der Palliativmedizin für ein Krankenhaus sprach im Anschluss Prof. Dr. Matthias Plauth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. "Es geht hier nicht um ein Entweder/Oder sondern um ein sich ergänzendes Miteinander von kurativer und palliativer Medizin", sagte er. Mit der neuen Palliativeinheit könne man künftig sehr viel besser auf die körperlichen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Patienten eingehen. Prof. Dr. Plauth sieht in der neuen Einrichtung eine Keimzelle für das Klinikum: "Hier können auch andere Stationen Anregungen und Hilfe bekommen". Er selbst habe für die Palliativmedizin übrigens noch einmal die Schulbank gedrückt und sei glücklich, dass sich diese Sparte der Medizin nun auch in den Weiterbildungsangeboten für Ärzte am Klinikum wiederfinde.
Die Eröffnung der Palliativeinheit schloss mit einer Besichtigung vor Ort, wo sich die Gäste ein Bild davon machten, welche Angebote Patienten und deren Angehörigen künftig gemacht werden. Die beiden Zimmer, farblich dezent und freundlich gestaltet, verfügen jeweils über ein Einzelbett und einen Sessel, der von Angehörigen auch als Übernachtungsmöglichkeit genutzt werden kann. Der Station vorgelagert ist der Besprechungsraum mit einer Sitzecke und einer Teeküche.



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