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Luftballons künden von einem neuen ausgewählten Ort
12.57 Uhr war es, als Joachim Landgraf am 5. Mai das Signal für einen ganz besonderen Start gab. 99 Luftballons flogen in den Himmel und trugen eine Botschaft in die Region. An diesem Vormittag wurde das Städtische Klinikum Dessau und speziell die Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie / Immunologisches Zentrum" als „Ausgewählter Ort 2009" innerhalb der Initiative „Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet.
Dass dies ein besonderer Tag war, spürten Mitarbeiter, Patienten und Besucher des Klinikums schon in den Morgenstunden. Namhafte Mediziner und Wissenschaftler aus ganz Deutschland versammelten sich auf Einladung von Chefarzt Prof. Dr. Christos Zouboulis beim 1. Deutschen Kongress zur Reprogrammierung somatischer Stammzellen. Eben diese innovative Forschungsarbeit zum Zusammenhang zwischen menschlicher Haut und der Krankheit Alzheimer war der bundesweiten Initiative auch Anlass, die Klinik von Prof. Zouboulis als Ort im Land der Ideen aufzunehmen.
Zur Mittagszeit füllte sich das Foyer des Klinikums mit zahlreichen Mitarbeitern, die der Auszeichnung beiwohnen wollten, viele Stadträte nahmen die Einladung, in das Krankenhaus zu kommen, ebenfalls an. Nachdem Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig den Kongress in der Cafeteria offiziell eröffnet hatte, war es an Magrit Johne von der Deutschen Bank, den Pokal und die von Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnete Urkunde an Prof. Zouboulis zu überreichen. „Wenn künftig durch Hautproben individuelle Krankheitsbilder früh erkannt werden, dann ist das ihr Verdienst", lobte sie die wissenschaftliche Arbeit von Zouboulis und seinem Team, das sich seit acht Jahren mit dem Projekt beschäftigt. „Hier in Dessau, hier in Sachsen-Anhalt wird Zukunft gemacht", sagte Magrit Johne. Dies in die Öffentlichkeit zu tragen sei Ziel des Innovationswettbewerbes „365 Orte im Land der Ideen", der zeige „was in unserem Land steckt".
Prof. Christos Zouboulis dankte vor allem seinen Mitarbeitern und Kollegen. Stolz sei er auf diese ebenso wie auf das Klinikum, einem „Haus mit Innovationspotential und innovativen Menschen". „Die Leute, die hier arbeiten, machen Dessau-Roßlau aus", sagte er. Die Auszeichnung gäbe ihm und seinem Team neue Kraft. Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Klemens Koschig unterstrich, dass gerade in diesen Tagen die Auszeichnung wichtig für das Dessauer Klinikum sei. Er sprach von einem „fantastischen Haus" und einer „Supermannschaft". Die Ehrung rücke das in den Mittelpunkt, was das Haus ausmacht: „die tagtägliche Arbeit für den Patienten und die wissenschaftliche Arbeit".
„Am Anfang war es mir unheimlich. Inzwischen habe ich mich an sein Tempo gewöhnt." Derart lobte Verwaltungsdirektorin Gabriele Süßmilch die Energie von Prof. Christos Zouboulis. In ihren Stolz über die Auszeichnung schloss sie das gesamte Krankenhaus mit seinen Mitarbeitern ein, ebenso wie den Oberbürgermeister und die Stadträte. „Sie helfen uns, das Haus immer besser zu machen", so Gabriele Süßmilch. Dr. Joachim Zagrodnick, Ärztlicher Direktor des Klinikums, hob die Freiräume hervor, die das Krankenhaus schaffe. „Dann kommt durchweg Positives in der Arbeit heraus, und das haben sie in wunderbarer Weise geschafft", lobte er seinen Chefarzt-Kollegen.
Ein glücklicher Christos Zouboulis, sein Team, Mitarbeiter und Gäste kamen schließlich gerne der Aufforderung von Joachim Landgraf, dem Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters, nach. Ein jeder griff sich einen Luftballon vom „Land der Ideen", und nach dem großen Gruppenfoto vor dem Klinikum stieg die Botschaft von einem neuen ausgewählten Ort in den Himmel.






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