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Klinikum verabschiedet Prof. Hermann Seeber

Gelungene Überraschung: Von Dr. Joachim Zagrodnick gab es zur Verabschiedung von Prof. Hermann Seeber eine Junkers-Fliegerkappe.
Im Steigenberger-Hotel reichten am 2. Dezember die Stühle nicht aus. Eilig wurden zusätzliche Sitzgelegenheiten heran geschafft, als am Nachmittag dieses Tages Prof. Hermann Seeber, der Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, in den Ruhestand verabschiedet wurde. Am 1. Januar 1971 nahm Seeber seine Arbeit am Dessauer Krankenhaus auf, seit dem 1. Januar 1995 ist er Chefarzt. 38 Jahre Arbeit am Haus aber auch in der Forschung waren bei der Verabschiedung einer ganzen Reihe von Kollegen, Mitstreitern und Weggefährten Worte des Dankes wert.
„Heute ändert sich die Zeit für sie und für ihre Kollegen", sagte Dr. Joachim Zagrodnick, Ärztlicher Direktor des Hauses, und zeigte sich sicher, auch künftig noch viel von Hermann Seeber zu hören. „Bei einem so vielseitigen Menschen von Ruhestand zu sprechen, wäre falsch", so Zagrodnick. Er würdigte Prof. Hermann Seeber als einen Arzt für den der Beruf auch Berufung sei und hob zugleich auch dessen Engagement über das Klinikum hinaus hervor. „Sie haben immer über den Tellerrand geschaut. Es tut mir leid, sie gehen zu lassen. Wir verlieren einen wunderbaren Kollegen". Mit dem Modell einer Ju 52 und einer Junkers-Fliegerkappe bedankte er sich bei Hermann Seeber.
Nach Joachim Zagrodnick zeigten Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, und Prof. Otto Kersten von der Hochschule Anhalt in ihren Ansprachen Seiten des Mediziners Seeber auf, die bislang einigen der Zuhörern unbekannt war. So ging es um seine Professur an der Hochschule ebenso wie um sein Wirken in der Ärztekammer und auch in der deutschen HNO-Gesellschaft. „Das Klinikum verabschiedet die Seebers, wir begrüßen sie bei uns. Es steht ein Büro für beide bereit", freute sich Otto Kersten bereits auf die nächste Zeit mit Hermann und Engelbert Seeber in der Hochschule Anhalt, denn die beiden Zwillingsbrüder wollen - nun da ihnen mehr Zeit gegeben ist - diese auch vermehrt mit den Studenten verbringen.
Launig und mit einem Schmunzeln begrüßte Andreas Seeber mit einer Präsentation seinen Bruder in den Reihen der Ruheständler. Bewegend waren Engelbert Seebers Worte, wenngleich dies nicht viele waren. Ihm genügte es Hesses Gedicht „Die Welt unser Traum" vorzutragen und anzuschließen „wir haben viele Träume gehabt, manche haben wir angehalten. Hermann, jetzt gehen die Träume weiter".
Die Verabschiedung Hermann Seebers endete am Abend mit einer Party für die Kollegen und Mitarbeiter in der Cafeteria. Nach Hermann Seeber wird am 19. Dezember nun auch sein Bruder Engelbert, der Chefarzt der Klinik für Orthopädie in den Ruhestand verabschiedet.



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