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Mittwoch, 04. Februar 2009 07:06 Alter: 3 Monat(e)

Bürgermeister aus Bulgarien zu Gast im Klinikum


20 Bürgermeister aus Bulgarien waren am Nachmittag des 3. Februar zu Gast im Städtischen Klinikum. Sie sind Teilnehmer eines Deutschlandseminars der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Vom 1. bis zum 8. Februar lernen die Bulgaren während des Seminars die Kommunalpolitik in den neuen Bundesländern bei Besuchen in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen kennen. Deutschland ist für Bulgarien das wichtigste europäische Bezugsland. Deshalb haben Erfahrungen deutscher Amtskollegen einen besonderen Stellenwert. Das Studien- und Dialogprogramm soll den bulgarischen Bürgermeistern die Möglichkeit bieten, die deutschen Erfahrungen vor Ort zu studieren, um sie anschließend - soweit möglich -  in ihre kommunalpolitische Arbeit einzubeziehen.

Das Klinikum in Dessau war nach dem Chemiepark Bitterfeld und einem Abstecher in die Gemeinde Sandersdorf der dritte Programmpunkt an diesem Tag. Begrüßt wurden die Gäste von Verwaltungsdirektorin Gabriele Süßmilch, dem Ärztlichen Direktor Dr. Joachim Zagrodnick, Pflegedienstleiter Daniel Behrendt und dem CDU-Landtagsabgeordneten Kurt Brumme, der zugleich gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

In der Cafeteria erläuterte Kurt Brumme den Besuchern die Grundzüge des deutschen Gesundheitssystems. Das Dessauer Klinikum hob er als „eines der besten Krankenhäuser im Land“ hervor. „Das ist ein Haus, das stolz auf sich sein kann. Hier findet man medizinisch und organisatorisch beste Bedingungen“, sagte der Landtagsabgeordnete.

Verwaltungsdirektorin Gabriele Süßmilch stellte den Bürgermeistern aus Bulgarien das Klinikum in Wort und Bild vor, berichtete von den umfangreichen Investitionen in den Jahren seit der politischen Wende und erläuterte die Vorzüge der Trägerschaft durch die Kommune.
Zahlreich waren die Fragen der Gäste. Sie betrafen vor allem die Finanzierung des Hauses, die Fallpauschalen und den Umgang mit den Rücklagen, die das Krankenhaus bildet. „Wir investieren unsere Rücklagen in die Erneuerung und in den Erhalt des Krankenhauses“, erklärte Dr. Joachim Zagrodnick. Private Klinikbetreiber würden den Gewinn indes vor allem an die Aktionäre des Krankenhauses ausreichen.

Mit vielen Anregungen verließen die bulgarischen Bürgermeister nach anderthalb Stunden das Städtische Klinikum. In ihrem Land sei das Gesundheitssystem noch weit vom deutschen Standard entfernt, machten sie deutlich. Vor allem an der nur schleppenden Umsetzung einer Gesundheitsreform leide Bulgarien derzeit. Die Dessauer Klinikum-Leitung machte versicherte, dass sie jederzeit für spezielle Anfragen zur Verfügung stehe.