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Dienstag, 19. Dezember 2017 15:10 Alter: 306 Tag(e)

Zwillingsboom auf der Dessauer Frühchenstation


Seit einigen Wochen versorgen die Ärzte und Schwestern auf der Kinderintensivstation des Klinikums Dessau fünf Zwillingspaare. „So eine Häufung von Zwillingsfrühchen kurz hintereinander hatten wir noch nie“, bestätigt Isabel Hinterdorf. Die Leitende Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin arbeitet seit zwölf Jahren hier und kann sich an keine ähnliche Situation erinnern.

Rundum versorgt und bestens betreut

Die ersten Zwillingsmädchen kamen am 27. Oktober zur Welt. Jette und Rosalie Deistler wurden in der 33. Schwangerschaftswoche und damit sieben Wochen zu früh geboren. Inzwischen haben sich die beiden Mädels gut entwickelt und konnten Anfang Dezember nach Hause.

Das zweite Mädchen-Duo traf am 25. November ein. Maja und Maike Simroth wurden in der 32. Woche und mit Gewichten von 1.780 und 1.475 Gramm geboren. „Ich kann dem gesamten Team der Frühchenstation nur danken. So liebevoll wie sich hier alle um die Kinder kümmern und uns Eltern einbeziehen, das verdient Respekt“, lobt die junge Zwillingsmama. Sie und ihr Mann sowie die anderen vier Elternpaare wissen diese Station zu schätzen.

Mit Emma und Lotta Schwabe sowie Rital und Ryan Hadaja erblickten am 28. November vier weitere Mädchen das Licht der Welt. Die einzigen Jungen bei diesem Mädchenboom trafen schließlich am 5. Dezember mit Emil und Oskar Fanta ein.

„Mit einer Frühgeburt sind stets Sorgen um das Wohlergehen der Kinder verbunden. Alle zehn Frühchen wurden per Kaiserschnitt entbunden und bleiben in der Regel so lange in stationärer Obhut, bis sie die normale Reifezeit erreicht haben. Je nach Geburtstermin können das acht Wochen und mehr sein.“ Die Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Neonatologin Isabel Hintersdorf begleitet jährlich über 100 zu frühgeborene Kinder auf der Station. Im sogenannten Perinatalzentrum Level II können Frühgeborene ab der 29. Schwangerschaftswoche und einem Gewicht ab 1.200 Gramm aufgenommen werden.

Fünfmal Glück im Doppelpack

Ganz so früh war zum Glück keines der Zwillinge im Dessauer Klinikum dran. Die Geburt der zehn Frühchen ereignete sich in der 32., 33., 34. und 35. Schwangerschaftswoche. Das kleinste Kind wog bei der Geburt 1.475 Gramm und das schwerste Kind brachte immerhin 2.186 Gramm auf die Waage.

Inzwischen haben alle „Winzlinge“ an Gewicht zugelegt und ihre Familien kommen gut mit der neuen Situation zurecht. „Es ist auch für uns immer wieder ein schöner Moment, wenn die Frühchen keine Atemhilfe oder Ernährungsunterstützung mehr brauchen.“ So schauen Chefarzt Dr. med. Uwe A. Mathony und das gesamte Team der Kinderintensivstation ebenso gerührt wie die Eltern auf die zehn Babys, die für den Fototermin zusammen auf der Kuscheldecke im wohltemperierten Stillzimmer liegen. Da es jeweils eineiige Zwillingspärchen sind, dürfen sich die Familien auf turbulente Zeiten einstellen. „Ab jetzt wird immer was los sein und wir werden alles doppelt erleben - vom ersten Schritt bis zu den Schummeleien bei den Schulaufgaben“, meint lächelnd eine Zwillingsmutter.

Spezialisiert auf die Versorgung kleiner Patienten gehört die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Städtischen Klinikums Dessau zu den modernsten in Sachsen-Anhalt. Ganzheitliche Behandlung ist selbstverständlich und schließt die Mitaufnahme der Eltern ein. Dafür stehen über 42 Betten, 13 Ärzte und 36 Schwestern auf zwei Stationen bereit: Neu- und Frühgeborene ab der 29. Schwangerschaftswoche sowie schwerstkranke Kinder und Jugendliche werden auf der Kinderintensivstation mit sechs Beatmungs- plus sechs Überwachungsplätzen intensivmedizinisch behandelt. Mit spezialisierten Neonatologen, Kinder-Intensivmedizinern und Intensiv-Kinderkrankenschwestern werden die Anforderungen eines Perinatalzentrums Level II erfüllt. Es gibt ein Pflegenachsorgeprogramm und die komplette Ultraschalldiagnostik und Kinderradiologie sind vorhanden. Bei Bedarf können zudem Gastroenterologen hinzugezogen werden.

Bildunterschriften
Zehnfaches Glück: Gleich fünf Zwillingspaare kamen seit Ende Oktober im Klinikum Dessau als Frühgeborene zur Welt. Auf der Kinderintensivstation wurden und werden die zwei Jungen und acht Mädchen rundum versorgt.

Grund zur Freude: So viele Zwillingsfrühchen auf einmal hatte das Team der Kinderintensivstation des Dessauer Klinikums bisher noch nie zu versorgen. Chefarzt Dr. med. Uwe A. Mathony, die Leitende Oberärztin Isabel Hintersdorf (3. von rechts) und die spezialisierten Schwestern freuen sich über diesen seltenen Kindersegen.

Ihr Kinderlein kommet: In diesen fünf frisch gebackenen Zwillingsfamilien wird es spätestens nach dem Klinikaufenthalt turbulent zugehen.

Fotos: SKD