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Rund ums Knie

6. Orthopädisch-Unfallchirurgische Tagung in Dessau-Roßlau

Knieverletzungen treten häufig auf....

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News-Details

Mittwoch, 08. November 2017 16:28 Alter: 15 Tag(e)

Rund ums Knie


6. Orthopädisch-Unfallchirurgische Tagung in Dessau-Roßlau

Knieverletzungen treten häufig auf. Meist sind sie eine Folge von Stürzen oder im jüngeren Lebensalter von Sportunfällen, die sich Frauen zunehmend häufiger zuziehen als Männer. Dies stellte der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) in einer gemeinsamen Studie mit der AOK und weiteren Partnern fest. Während Fachgesellschaften und Krankenkassen eine stärkere Aufklärung über Verletzungsrisiken fordern und auf Prävention setzen, konzentrieren sich Orthopäden und Unfallchirurgen auf optimale Therapieverfahren. Auch die 6. Orthopädisch-Unfallchirurgische Tagung des Städtischen Klinikums Dessau am 18. November 2017 widmet sich thematisch dem Kniegelenk.

„Wir rücken die Behandlung und Begutachtung von Knorpelschäden und Begleitverletzungen in den Fokus. Zehn renommierte Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet kommen dazu nach Dessau-Roßlau und diskutieren das Spektrum der modernen Therapiemöglichkeiten“, berichtet Dr. med. Joachim Zagrodnick. Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie verantwortet den alljährlich stattfindenden Kongress wissenschaftlich. Die Akzeptanz dieses Forums wird bestätigt durch die konstant guten Teilnehmerzahlen und die steigende Anerkennung mit Fortbildungspunkten durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

„Unsere Tagung ist für Ärzte aus Klinik und Niederlassung ein fundiertes Weiterbildungsangebot“, sagt Dr. Zagrodnick. Der Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Unfallchirurgie verfügt über mehrere Jahrzehnte Berufspraxis und steht täglich selbst im Operationssaal. Zudem erstellt er Fachgutachten für Berufsgenossenschaften zum Beispiel bei Knieverletzungen. Den komplexen Zusammenhangsbegutachtungen bei verschiedenen Verletzungen des Kniegelenks widmet die Tagung einen gesonderten Themenblock. Neben Dr. Zagrodnick referieren hier auch Dr. med. Björn Menger aus Kassel und Prof. Dr. med. Roland Cyffka aus Döbeln. Beide Medizinexperten stehen im Dienst anerkannter Gutachterinstitute und schöpfen aus einer enormen Erfahrungsbandbreite.

Zwei weitere Themenblöcke der Orthopädisch-Unfallchirurgischen Tagung rücken die regenerative Knorpeltherapie sowie Knorpelschäden und Begleitverletzungen in den Blickpunkt.

Knorpelschäden zielgerichtet behandeln

Ein Knorpelschaden kann bei Knieverdrehungen oder Prellungen entstehen. Je nach Schweregrad der Schädigung kommen verschiedene Therapien zur Anwendung. Der Dessauer Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Chirotherapie Dr. med. Lutz Vogel stellt in seinem Vortrag dar, welche konservativen Behandlungen sinnvoll sind. Auf die chirurgische Therapie setzt Prof. Dr. med. Michael Jagodzinski. Er praktiziert am Agaplesion Evangelisches Krankenhaus Bethel in Stadthagen. Das One-Step-Verfahren zur Knorpelregeneration analysiert Dr. med. Wolfgang Zinser vom St. Vinzenz-Hospital in Dinslaken und speziell mit der Autologen Knorpelzelltransplantation (ACT) - Matrixassoziierten Knorpelzelltransplantation beschäftigt sich Prof. Dr. med. Wolf Petersen vom Berliner Martin-Luther-Krankenhaus. Das zuletzt genannte Verfahren bietet die Chance, größere Schadensflächen unter weitgehender Schonung der Weichteilstrukturen biologisch zu rekonstruieren.

Mit Kreuzband, Meniskus und Kniescheibe (Patella) beschäftigen sich schließlich die Referenten Prof. Weiler, Dr. Rose und Prof. Hepp. Wann eine Therapie bei einer begleitenden Kreuzbandverletzung angeraten ist, weiß Prof. Dr. med. Andreas Weiler aus Berlin. Die Frage, ob der Meniskuserhalt um jeden Preis gerechtfertigt ist, wird Dr. med. Tim Rose aus Leipzig diskutieren und Prof. Dr. med. Pierre Hepp von der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie der Universität Leipzig zeigt auf, wie und wann die Therapie der begleitenden Patellaluxation Sinn macht.

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Städtischen Klinikum Dessau verfügt über 88 Betten und bietet ein breites Leistungsspektrum. Pro Jahr werden hier über 3.000 Patienten stationär und knapp 15.000 Patienten ambulant mit vielfältigen angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Bewegungsapparates behandelt. Mehrere Schwerpunktabteilungen garantieren eine hohe Spezialisierung im Sinne der individuell zugeschnittenen Therapie für den einzelnen Patienten. Diesem Anspruch dient auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Vor Ort realisiert werden in der Klinik Primär- und Revisionsendoprothetik, nichtoperative Orthopädie und Schmerzbehandlung sowie Wirbelsäulenchirurgie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und Plastische-, Hand- und Fußchirurgie. Basierend auf den ärztlichen, infrastrukturellen und organisatorischen Standards ist das Klinikum eines der beiden überregionalen Traumazentren in Sachsen-Anhalt Süd und von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung für das Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) zugelassen. Zudem sind ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum und ein Alterstraumazentrum integriert.

6. Orthopädisch-Unfallchirurgische Tagung
Samstag, 18. November 2017, ab 9.00 Uhr
Tagungsort: Verwaltungsgebäude der Holz und Metall BG Dessau, Raguhner Str. 49 b, 06842 Dessau-Roßlau
Die Veranstaltung wurde von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt mit 7 Fortbildungspunkten zertifiziert.
Anmeldung und Information:
Tel.: 0340 501-1306, Fax: 0340 501-1419, E-Mail: gabriele.goermer@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de

Bildunterschrift
Dr. med. Joachim Zagrodnick übernimmt die wissenschaftliche Leitung der Orthopädisch-Unfallchirurgischen Tagung. Er ist der Ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums Dessau und leitet als Chefarzt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Foto: SKD