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Dienstag, 28. November 2017 15:23 Alter: 15 Tag(e)

Präventionskampagne „Bunt statt blau"


Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorbeugen

„Wir dürfen mit der Aufklärungsarbeit nicht nachlassen“, appelliert Dr. med. Uwe A. Mathony. Der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Städtischen Klinikum gestaltet selbst Präventionsaktionen in Schulen mit und unterstützt den Plakatwettbewerb „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ der DAK Gesundheit. Bundessieger der seit acht Jahren laufenden Kampagne wurde diesmal das Werk der Schülerinnen Carolin Heimhalt und Tessa Hartig aus Dessau-Roßlau. Ihr Plakat mit dem Titel „Lieber bunter Vogel als Schnapsdrossel“ ist neben weiteren bestplatzierten Arbeiten jetzt in einer Wanderausstellung für mehrere Monate im Klinikum zu sehen.

Wieder steigende Zahlen

Der Erfolg der Präventionskampagne „Bunt statt blau“ mit inzwischen über 87.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler freut die Initiatoren. „Er darf uns aber nicht in Sicherheit wiegen, denn nach Jahren des Abwärtstrends steigt die Zahl der jugendlichen Rauschtrinker leider wieder.“ Das muss nicht nur Dr. Mathony in seiner Klinik feststellen: „Wir hatten in diesem Jahr schon mehr als 20 Fälle. Das Risiko von dauerhaften Gesundheitsschäden nach dem Komatrinken ist für jedes Kind und jeden Jugendlichen hoch.“

Die Zunahme der Klinikaufenthalte aufgrund von Alkoholmissbrauch betrifft das gesamte Bundesgebiet wie aktuelle Erhebungen belegen. Auch sammeln Kinder und Jugendliche sehr früh Alkoholerfahrungen. „Bereits 22 Prozent der Fünftklässler konsumierten Alkohol, bis zur zehnten Klasse steigt die Quote auf 89 Prozent. Mehr als jeder zweite Zehntklässler hat sich schon einmal ins Koma getrunken (59 Prozent). „Das sind Ergebnisse des Präventionsradars 2017 der DAK-Gesundheit, das gemeinsam mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in sechs Bundesländern durchgeführt wurde. Knapp 7.000 Schüler aus mehr als 400 Klassen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn wurden dafür repräsentativ befragt“, erklärt Thomas Büttner. Für den Leiter des Servicezentrums Dessau der DAK Gesundheit sind die Zahlen alarmierend und ein Grund mehr für das präventive Engagement.

Eine Ursache für die wieder ansteigenden Zahlen der jugendlichen Alkoholmissbrauchsopfer sehen Ärzte und Präventionsaktive auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz hochprozentiger Getränke. „In den Medien ist der Alkoholkonsum dauerpräsent und selbst im Handel wird es Kindern und Jugendlichen immer noch zu leicht gemacht, Hochprozentiges zu kaufen. Kampagnen wie <> helfen, aber wir alle müssen wachsam sein. Zur Mitverantwortung gehört dabei auch, dass alkoholisierte Jugendliche nach der Party nicht allein den Heimweg antreten. Gerade jetzt im Winter kann das lebensgefährlich werden“, warnt der Chefarzt Dr. Mathony.

Bildunterschrift
Gelungen: Dr. med. Uwe A. Mathony, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin (rechts) und Thomas Büttner, Leiter Servicezentrum Dessau der DAK Gesundheit freuen sich, dass zwei Schülerinnen aus Dessau-Roßlau mit ihrem Beitrag den diesjährigen Bundesplakatwettberb „Bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gewannen. Die Wanderausstellung der besten Plakatbeiträge gastiert ab sofort im Städtischen Klinikum Dessau. Foto: SKD