Banner
Telefon:
0340 501-0
Telefax:
0340 501-1256

Wenn jede Minute zählt

Klinikum Dessau als Überregionales TraumaZentrum rezertifiziert

Schwerverletzte bei Verkehrs- oder...

Rauchalarm in Kindertagesstätte

In den heutigen Vormittagsstunden kam es zu einem Brandalarm in der Kindertageseinrichtung...

Gute Konstitution

Das Städtische Klinikum Dessau ist wirtschaftlich gesund. Mit dem jetzt vorliegenden Abschluss des...

Home » Presse » 

News-Details

Mittwoch, 02. Mai 2018 16:30 Alter: 105 Tag(e)

Neuromedizin


16. Neurologisches Symposium setzt auf interdisziplinäre Perspektive

Am 5. Mai 2018 kommen Fachärzte aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um über neueste Neurologie-Erkenntnisse zu sprechen. „Es ist das 16. Dessauer Neurologische Symposium und diesmal spannen wir den Themenbogen von Parkinson bis Alzheimer, von Meningoencephalitis und Migräne bis zur Medizingeschichte. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Thrombektomie sowie mit der Migration und Interaktion von Immunzellen. Mit den Themen Neuroophthalmologie, Schlafmedizin und Synkope blicken wir zudem über den Tellerrand unseres Fachgebietes hinaus“, informiert Privatdozentin Dr. med. Sybille Spieker. Die Chefärztin der Klinik für Neurologie am Städtischen Klinikum Dessau verantwortet den Kongress wissenschaftlich und erwartet Referenten mit ausgewiesener Fachexpertise. „Wir haben Mediziner eingeladen von den Universitätsklinika Halle (Saale), Lübeck, Magdeburg und Tübingen, von der Medizinischen Hochschule Hannover sowie aus Krankenhäusern in Bielefeld, Kassel und Wittenberg.“

Von Alzheimer bis Parkinson

Neun Referate in drei Themenkomplexen bietet das Fachsymposium diesmal. Den Auftakt macht Prof. Dr. med. Reinhold Förster. Der Leiter des Instituts für Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover beschäftigt sich mit der Migration und Interaktion von Immunzellen. In seinem Vortrag wird er die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Multiplen Sklerose vorstellen.

Typische neurologische Krankheitsbilder stehen im Fokus von Prof. Dr. med. Katrin Bürk-Gergs. Die erfahrene Fachärztin der Paracelsuskliniken Kassel beschäftigt sich mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden häufiger neurologischer Erkrankungen in ihrem Vortrag „Von Parkinson bis Alzheimer: Wirklich alles klar?“

Die Thrombektomie ist ein Therapieverfahren für Schlaganfallpatienten, das bislang in einem Zeitfenster von höchstens sechs bis acht Stunden nach Symptombeginn zum Einsatz kommt und Wirkung zeigt. Neue Studien geben Anlass zu der Annahme, dass das Wirkungszeitfenster größer sein kann. Demnach bietet eine Thrombektomie auch einen Nutzen, wenn sie zwischen sechs und 24 Stunden nach Auftreten der Schlaganfallanzeichen durchgeführt wird. Nähere Details zu diesen Entwicklungen wird Dr. med. Anja Lenz den Teilnehmenden des Symposiums vermitteln. Die Oberärztin arbeitet im Institut für Neuroradiologie am Universitätsklinikum in Magdeburg.

Mit dem Vortrag von Dr. med. Carina Kelbsch wird der Themenbogen im ersten Block bis hin zur Augenheilkunde gespannt. Die Fachärztin gehört zum Team des Zentrums für Ophthalmologie am Universitätsklinikum Tübingen und wird speziell über die Schnittstelle zwischen Neurologie und Augenheilkunde referieren.

Von Schlafmedizin bis Synkope

Im zweiten Themenblock vermitteln die Referenten Prof. Dr. med. Henrik Oster und Prof. Dr. med. Stephan Zierz ihr Wissen. Prof. Oster ist am Institut für Neurobiologie der Universität zu Lübeck tätig und widmet sich der Schlafmedizin, dem Gebiet, für das im letzten Jahr der Nobelpreis für Medizin vergeben wurde. Prof. Zierz ist Direktor der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Halle (Saale) und wird über ein medizingeschichtliches Thema sprechen.

Das Themenspektrum des dritten Blocks beinhaltet die Schwerpunkte Encephalitis, unklare Synkope und Migräne.

Dr. med. Michael Schywalsky ist Oberarzt im Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik des Städtischen Klinikums Dessau und zeigt in seinem Vortrag auf, woran beim Auftreten von Hirnentzündungen (Encephalitis) zu denken ist.

Welche Ursachen zu einer Ohnmacht (Synkope) führen können, beleuchtet PD Dr. med. Carsten Walter Israel vom Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld. Er leitet seit 2009 als Chefarzt die dortige Klinik für Innere Medizin.

Der letzte Vortrag des Symposiums beschäftigt sich mit dem Krankheitsbild Migräne. Der Facharzt Dr. med. Philipp Feige von der Neurologischen Klinik der Klinik Bosse Wittenberg skizziert diese immer häufiger auftretende Erkrankung am historischen Beispiel des Komponisten Richard Wagner.

Das Dessauer Neurologische Symposium richtet sich an Fachärzte aus Kliniken und Niederlassungen. Neben dem Abgleich der neuesten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis steht der Erfahrungsaustausch über verschiedene Fachdisziplinen der Medizin im Mittelpunkt dieser Tagung im Radisson Blu Hotel Fürst Leopold Dessau. Die Veranstaltung wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt mit sechs Fortbildungspunkten zertifiziert.

In der Dessauer Klinik für Neurologie werden pro Jahr rund 1.500 Patienten mit Erkrankungen des Nervensystems stationär behandelt. Für Schlaganfallbetroffene gibt es eine Spezialstation. In dieser sogenannten Stroke unit kommen modernste Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, wie Angiographie, MRT, Thrombolyse, Thrombektomie zum Einsatz. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit und Absprache mit der Neuroradiologie und der Neurochirurgie, die auf diesem Gebiet eine ausgewiesene Kompetenz aufweisen. Zudem unterstützen Psychologen, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten die Ärzte und das Pflegeteam.

16. Dessauer Neurologie Symposium 2018
Samstag, 5. Mai 2018, ab 9.00 Uhr
Tagungsort: Radisson Blu Hotel Fürst Leopold Dessau, Friedensplatz, 06844 Dessau-Roßlau
Anmeldung und Information:
Tel.: 0340 501-1473, Fax: 0340 501-1470, E-Mail: ines.zabel@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de

Bildunterschrift
Interdisziplinäres Medizinertreffen: Das 16. Dessauer Neurologie Symposium spannt einen weiten Themenbogen. Foto: SKD