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Donnerstag, 18. April 2019 08:08 Alter: 217 Tag(e)

Neue zielgerichtete Therapie verbessert Behandlungsaussichten bei Brustkrebs


Neben den bekannten Chemotherapien kommen in der Krebsbekämpfung am Städtischen Klinikum vermehrt auch neue zielgerichtete Therapien zum Einsatz. Diese Form der medikamentösen Therapie richtet sich gezielt gegen Tumoreigenschaften, die das Wachstum der Krebszellen fördern. Das setzt zunächst eine exakte Kenntnis der Tumoreigenschaften voraus. Gerade in der Gynäkologie sind hier zuletzt enorme Fortschritte erzielt worden. Von der neuen Behandlungsmethode profitieren daher nicht nur Brustkrebspatienten, bei denen der Tumor weibliche Geschlechtshormone zum Wachstum nutzt, sondern auch triple-negative Brustkrebspatienten, also einer Tumorart, die als besonders aggressiv gilt.

Der Mechanismus zielgerichteter Therapien ist komplex. Zum Beispiel werden Checkpoint-Inhibitoren eingesetzt, die die Krebszellen markieren und so für das Immunsystem erkennbar machen. Die Immunzellen suchen daraufhin diese markierten Krebszellen und schalten sie aus. Diese neuartige zielgerichtete Behandlungsmethode erhöht nicht nur die Lebenserwartung, sondern steigert auch die Lebensqualität erheblich, da  im Vergleich zur klassischen Chemotherapie die Nebenwirkungen geringer sind. Bei guter Verträglichkeit können die anfänglich engmaschigen Kontrolluntersuchungen in größeren Abständen erfolgen. Auch dies steigert das subjektive Wohlbefinden des Betroffenen, da er weniger mit der eigenen Erkrankung und den damit verbundenen psychischen Belastungen konfrontiert wird.

Oberärztin Maria Ganser sieht in den neuen zielgerichteten Therapien eine gute Ergänzung zu herkömmlichen Methoden. Zwar können sie den Krebs in der Regel nicht heilen, aber sie können das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und Beschwerden lindern. Seit dem 1. März betreut Ganser im Onkologischen Zentrum des Städtischen Klinikums Dessau Patienten mit gynäkologischen Krebserkrankungen. Sie folgt auf Dr. Joachim Bischoff, der die Klinik verlassen hat.

Bei Fragen können Sie sich telefonisch an Oberärztin Maria Ganser oder Dr. med. Hermann Voß, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, unter der Rufnummer 0340-501-4310 wenden.