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Dienstag, 06. November 2018 09:55 Alter: 8 Tag(e)

Neue Strategien bei Neurofibromatosen


Amerikanischer Professor spricht auf Symposium im Klinikum Dessau

Seltene Erkrankungen bilden seit vielen Jahren einen Schwerpunkt im Städtischen Klinikum Dessau. Die Krankheitsgruppe der verschiedenartigen Neurofibromatosen gehört dazu und rückt am 10. November 2018 in den Mittelpunkt eines Symposiums mit internationaler Besetzung. Unter dem Titel „Auf dem Weg zur Heilung der Neurofibromatosen - neue Strategien“ richtet sich die Veranstaltung an Ärzte sowie an Patienten und Angehörige. Priv.-Doz. Dr. med. Anja Harder übernimmt die wissenschaftliche Leitung des Symposiums. Die Fachärztin für Neuropathologie arbeitet am Institut für Pathologie des Städtischen Klinikums Dessau und schaffte es, im Verbund mit mehreren Förderern den international anerkannten Prof. Robert A. Kesterson als Referenten nach Dessau zu holen.

Internationale Forschungsergebnisse

„Wir freuen uns sehr, mit Professor Kesterson den Direktor des TGEMS des Instituts für Genetik der Universität von Alabama (USA) zu Gast zu haben. Er und sein Forscherteam befassen sich dort mit der Entwicklung neuer gentechnischer Therapieansätze für ausgewählte Mutationen im Neurofibromatose-Typ1-Gen. Im Rahmen des Symposiums werden wir mehr über dieses Projekt und den Forschungsstand erfahren“, sagt Dr. med. Joachim Zagrodnick. Der Ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums Dessau wird das Symposium auch eröffnen. Mit dieser Veranstaltung weist das Klinikum auf einen Forschungsschwerpunkt hin, der hier in den nächsten Jahren ausgebaut werden soll. Angestrebt wird zudem eine intensivere klinische Betreuung von Patienten mit Neurofibromatosen, insbesondere in den Bereichen der Dermatologie, Neurologie, Neurochirurgie, Onkologie, Neuropathologie und Pathologie. Wie Dr. Zagrodnick betont, stellt sich das Klinikum dazu sehr interdisziplinär und kooperativ auf. Priv.-Doz. Dr. Harder repräsentiert diesen Anspruch, denn sie ist sowohl am Institut für Pathologie des Klinikums Dessau als auch am Universitätsklinikum Münster und an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane tätig.

Schätzungsweise 2,3 Millionen Menschen sind weltweit von der Erkrankung Neurofibromatose betroffen. Erkrankte Patienten müssen mit einer Vielzahl von Symptomen leben. Abgesehen von komplizierten Krankheitsverläufen und malignen Tumoren der zunächst gutartigen Neubildungen, stellen die Tumoren auf der Haut für die Erkrankten auch eine große psychische Belastung dar. „Umso wichtiger ist das Engagement für eine wirksame Behandlung und im günstigsten Fall sogar eine Heilung von Neurofibromatosen“, bestätigt Priv.-Doz. Dr. Anja Harder. Sie erwartet zum Symposium neben Professor Kesterson weitere anerkannte Experten auf diesem Medizingebiet. So werden Prof. Dr. Andreas Kurtz vom Berlin-Brandenburger Center für Regenerative Therapie der Charité Universitätsmedizin und Dr. rer. nat. Christian Linke von der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane sprechen. Aus dem Klinikum Dessau berichtet Univ.-Prof. Dr. med. Prof. honoraire Dr. h.c. Christos C. Zouboulis aus der hiesigen Hochschulklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Immunologisches Zentrum. Zudem kommen betroffene Patienten zu Wort. Ebenfalls vor Ort sind Vertreter des Bundesverbandes Neurofibromatose e.V., der Neurofibromatose Regionalgruppe Sachsen-Anhalt sowie des Vereins Nothing is Forever aus Regensburg. Auch die Deutsche Kinderkrebsstiftung unterstützt dieses Symposium, das nach dem Wunsch der Initiatoren den Auftakt zu einer Reihe von wissenschaftlichen Austauschforen bilden soll.

Symposium „Auf dem Weg zur Heilung der Neurofibromatosen - neue Strategien“
Samstag, 10. November 2018, ab 9.00 Uhr
Programm
Tagungsort: Städtisches Klinikum Dessau, Cafeteria, Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau
Fortbildungspunkte: Die Zertifizierung der Veranstaltung mit Fortbildungspunkten wurde bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt beantragt.
Anmeldung und Information erfolgen über das Sekretariat des Instituts für Pathologie: E-Mail: beate.donath@i-like-no-spam.klinikum-dessau.de, Tel. 0340 501-1070