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Donnerstag, 21. Juni 2018 16:07 Alter: 95 Tag(e)

Gute Konstitution


Das Städtische Klinikum Dessau ist wirtschaftlich gesund. Mit dem jetzt vorliegenden Abschluss des Jahres 2017 bescheinigen die Wirtschaftsprüfer dem Krankenhaus ein solides Ergebnis. 1,85 Millionen Euro als Jahresüberschuss, mehr als 30.000 stationäre Patienten und rund 66.000 ambulante Fälle stehen in der Bilanz*.

Die in den letzten Jahren durchgezogene Sparstrategie zeigt Wirkung. „Bevor wir uns größere Investitionen leisten können, müssen wir kräftig sparen. In 2015 und 2016 gelang uns das gut. Im Vorjahr mussten wir den Gürtel deshalb nicht mehr ganz so eng ziehen, sondern können in die normale Investitionstätigkeit übergehen. Das wirkte sich bereits zugunsten der laufenden Instandhaltung und der bedarfsgerechten Erweiterung der in zeitgemäße Klinikstrukturen aus. Es bedeutet aber auch, dass der Jahresüberschuss 2017 geringer ausfällt als im extremen Ansparjahr 2016“, stellt der Verwaltungsdirektor Dr. med. André Dyrna klar.

Das große Ansparen

Gleichzeitig fahren die Betriebsleiter den Sparkurs im Klinikum Dessau weiter und bilden Rücklagen für die geplanten Neubauvorhaben. Sobald die nötigen Genehmigungsverfahren zum Abschluss gekommen sind, müssen die Mittel bereitstehen. „Es dauert alles sehr lange, aber wir hoffen unverdrossen, bald den ersten Spatenstich für das neue Institutsgebäude mit Pathologie, Labor und Akademie sowie für die Betriebskindertagesstätte setzen zu können“, bestätigt der Erste Betriebsleiter und Ärztlicher Direktor Dr. med. Joachim Zagrodnick.

„Wenn wir für jeden stationären Klinikpatienten den uns zustehenden pauschalen Landeszuschuss von 322,93 Euro** bekommen würden, müssten wir nicht so streng haushalten. Tatsächlich dürfen wir jährlich aber nur mit einem Zuschuss von etwa einer Million rechnen und sind gezwungen, so knapp zu wirtschaften, wie wir es vertreten können.“ Der Verwaltungsdirektor kritisiert diese seit Jahren geübte Finanzierungspraxis der Länder, mit denen alle Krankenhäuser leben müssen. „Helfen oder besser gesagt heilen, können wir uns nur aus eigenen Kräften. Deshalb konzentrieren wir uns auf den Ausbau der Versorgungsqualität und als größter Arbeitgeber in der Region auch auf den Erhalt unserer Arbeitsplatzattraktivität. Schließlich leisten alle Beschäftigten des Klinikums ihren Beitrag zum Erfolg“, sagt Dr. Dyrna.

Auch wenn Tarifsteigerungen und zusätzliche Vollzeitarbeitskräfte im Pflegebereich zu höheren Personalkosten führen, werden diese Aufwendungen bewusst geschultert. „Wir sind in Zeiten des allgemeinen Fachkräftemangels in der glücklichen Lage, konstant Beschäftigte für das Klinikum gewinnen zu können und somit auch für die nächsten Jahre vorhalten zu können. Somit erfüllen wir die geforderten Pflegepersonalschlüssel umfänglich und die jetzt zu Buche schlagenden Personalkosten werden sich später in mehrfacher Hinsicht bezahlt machen“, ist der Pflegedienstleiter Dipl.-Pflegewirt Daniel Behrendt, MPH, überzeugt.

Um die vitale Wirtschaftskonstitution des Klinikums zu erhalten, begann bereits im Jahr 2017 die Vorbereitung für die Etablierung von vier weiteren Zentren. Mit dem Alterstraumazentrum und dem Überregionalen Traumazentrum übernahm das Klinikum in früheren Jahren jeweils Vorreiterrollen in der medizinischen Versorgungslandschaft in Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2018 werden nun vier neue Zentren zertifiziert. „Damit erfüllen wir auch die Forderungen des gesundheitspolitischen Diskurses nach mehr Spezialisierung und höherer Leistungskonzentration“, stellt Dr. Zagrodnick fest.

Ambulante Versorgung nachgefragt

Ebenfalls in der Gewinnzone bleibt das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Städtischen Klinikums Dessau gemeinnützige GmbH. Mittlerweile 38,5 Arztsitze sind unter dem MVZ-Dach am Hauptstandort im Dessauer Auenweg und in mehreren Nebenbetriebsstätten vereint. Der Überschuss im Wirtschaftsjahr 2017 beläuft sich auf rund 655.000 Euro. 166.491 Fälle wurden abgerechnet, das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent gegenüber 2016. „Im Vorjahr kam eine weitere Kinderarztpraxis dazu und der Startschuss für den Ausbau an den Standorten im Dessau-Center und in Roßlau fiel. Ziel der Baumaßnahmen ist jeweils die Sicherung der wohnortnahen, bedürfnisorientierten Medizinversorgung“, informieren die Geschäftsführer Dr. Zagrodnick und Dr. Dyrna.

Das Städtische Klinikum Dessau ist mit 20 Fachbereichen und rund 1.400 Mitarbeitern eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands und bietet ein breites Spektrum für die zeitgemäße Patientenversorgung. Mehrere interdisziplinäre Zentren sind etabliert. Als Akademisches Lehrkrankenhaus mit Hochschulabteilungen der Medizinischen Hochschule Brandenburg Zheodor Fontane steht das Klinikum dem akademischen Nachwuchs offen und engagiert sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Städtischen Klinikums gemeinnützige GmbH zählt mit mehreren Nebenbetriebsstätten und 38,5 Arztsitzen zu den größten Medizinischen Versorgungszentren in Sachsen-Anhalt.

*Ergebnisse in 2016: 7 Millionen Euro Überschuss, 30.000 stationäre Patienten, 62.000 ambulante Fälle

**InEK – Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus, Abschlussbericht, Entwicklung von Investitionsbewertungsrelationen (IBR) gem. § 10 KHG für das Jahr 2017, Siegburg

Bildunterschriften:
Respektable Wirtschaftsergebnisse für 2017 in den städtischen Eigenbetrieben Klinikum Dessau (Foto oben) und Medizinisches Versorgungszentrum (Foto unten). Der Ansparkurs in den letzten Jahren ermöglichte notwendige Investitionen wie beispielsweise in ein modernes Planungs-CT für die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie (Foto Mitte). Fotos SKD