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Donnerstag, 18. Mai 2017 12:14 Alter: 129 Tag(e)

Gegen den Schmerz


Städtisches Klinikum Dessau beteiligt sich am Aktionstag

Schmerz ist ein Warnsignal des Körpers. Klingen akute Schmerzen nach Verletzungen, Erkrankungen oder Operationen nicht wieder ab, können sie chronisch werden. Nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. (DGSS) verdoppelte sich die Zahl der chronischen Schmerzpatienten bundesweit im letzten Jahrzehnt. Bis zu 23 Millionen Bundesbürger leben damit. Der hohen Anzahl von Betroffenen stehen immer noch zu wenige spezialisierte Schmerztherapeuten gegenüber. „Um chronische Schmerzpatienten umfassend versorgen zu können, bedarf es gezielter, umfassender Therapieangebote vor Ort“, davon ist Dr. med. Peter Besuch überzeugt. Der Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie und Palliativmedizin arbeitet als Oberarzt im Städtischen Klinikum Dessau. Hier in der Klinik für Anästhesiologie, Intensivtherapie und Schmerztherapie werden chronische Schmerzen sowohl stationär als auch ambulant mit einem multimodalen Therapiekonzept behandelt. Was diese Therapie beinhaltet und welche Versorgungsstrukturen es gibt, darüber informiert Dr. med. Peter Besuch in einem Vortrag am 7. Juni 2017.

Multimodale Schmerztherapie - Therapiekonzepte und Versorgungsstrukturen

Das multimodale Konzept kombiniert medikamentöse und psychologische Maßnahmen mit Sport und Physiotherapie. Denn das Schmerzempfinden findet nicht nur körperlich statt, es beeinflusst auch die Psyche und kann zu Depressionen führen. Umgekehrt können psychische Ursachen chronische Schmerzen auslösen oder erhalten. Die spezielle, individuelle Schmerztherapie setzt eine ausführliche Erhebung der Krankheitsgeschichte und Auswertung aller Befunde voraus. Ziel ist, die im Verlauf der Chronifizierung entstandenen Einschränkungen an Lebensqualität und Leistungsfähigkeit sowie bestehende Begleiterkrankungen zu mindern. Hierzu werden verschiedene Therapieanteile sinnvoll miteinander verknüpft.

„Seit zwei Jahren behandeln wir Schmerzpatienten im Dessauer Klinikum multimodal. Die Erfahrungen zeigen, dass die Therapie frühzeitig beginnen sollte und ganz individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sein muss“, bestätigt Dr. Besuch. Den bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz der DGSS und ihrer Partnerorganisationen sieht er als wichtige Initiative, um Aufmerksamkeit für Schmerzpatienten zu schaffen: „Der Leidensdruck der Betroffenen ist hoch. Sie suchen oft lange nach spezialisierten Fachärzten und hoffen auf eine Therapie, die Linderung bringt.“ Am Aktionstag, dem 6. Juni 2017, können Patienten und Angehörige von 9:00 bis 17:00 Uhr über die kostenfreie Telefon-Hotline 0800 – 18 18 120 mit Schmerzexperten sprechen. Auch Dr. med. Peter Besuch beteiligt sich an diesem Telefondienst. Wer sich speziell für die multimodale Schmerztherapie interessiert, ist am 7. Juni 2017 zum Informationsforum in das Dessauer Klinikum eingeladen.

Mittwoch, 7. Juni 2017, 17:00 Uhr
Informationsveranstaltung zum Thema „Multimodale Schmerztherapie - Therapiekonzepte und Versorgungsstrukturen“ für Patienten, Angehörige, Ärzte und Pflegende im Rahmen des „Aktionstages gegen den Schmerz 2017“
Veranstaltungsort: Städtisches Klinikum Dessau, Cafeteria

Bildunterschrift
Die spezielle, individuelle Schmerztherapie setzt ärztliche Untersuchungen und die Auswertung aller Befunde voraus. Foto: SKD