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Montag, 17. September 2018 12:55 Alter: 90 Tag(e)

25 Jahre im Dienst der Krebspatienten


Tumorzentrum Anhalt lädt zu Aktionstag und Festveranstaltung ein

Keine Erkrankung fürchten die Bundesbürger mehr als Krebs. Mit 67 Prozent ist die Angst davor bedeutend größer als vor Alzheimer oder einem Schlaganfall.* Dabei verbesserten moderne Diagnostik- und Therapiemethoden die Behandlungs- und Heilungschancen inzwischen deutlich. Auch ermöglicht die innovative Medizin heute vielen Menschen mit Krebserkrankungen ein längeres Überleben bei relativ guter Lebensqualität. In Sachsen-Anhalt widmet sich seit nunmehr 25 Jahren das Tumorzentrum Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V. den Tumorpatienten in vielfältiger und wertvoller Weise. „Deshalb steht der diesjährige Aktionstag am 28. September 2018 mit Festveranstaltung am Folgetag unter dem Eindruck des in einem Vierteljahrhundert zurückgelegten Weges und gibt einen Ausblick auf künftige Ziele“, sagt der amtierende Vereinsvorsitzende Prof. Dr. med. Udo Rebmann. Der Chefarzt und Ärztliche Direktor des Diakonissenkrankenhauses Dessau gGmbH übernahm das Amt kurzfristig von Privatdozent Dr. Dr. med. habil. Reinhard Schück, der es nach vielen Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste.

Engagement für Tumorpatienten

16.000 Menschen erkranken in Sachsen-Anhalt jährlich an Krebs**. Jede Diagnose ist anders und mit ihr verbindet sich immer ein individuelles Schicksal. Das Tumorzentrum Anhalt wurde am 29. September 1993 auf Initiative von Mitgliedern des Städtischen Klinikums Dessau insbesondere von Prof. Dr. med. habil. Hans-Dieter Göring gegründet. Er gehörte zu den Wegbereitern der ersten Stunde und ist Ehrenvorsitzender des durch Spenden finanzierten und durch ehrenamtlich Engagierte unterstützten Vereins. „Unsere Aufgaben erstreckten sich von Beginn an auf die Führung des Epidemiologischen Krebsregisters in unserem Einzugsgebiet, die fachübergreifende Beratung bei speziellen Krankheitsfällen und die monatliche Weiterbildung von Ärzten und Schwestern auf dem Gebiet der Krebserkrankungen. Das ist unser Beitrag, damit Patienten modern und fachübergreifend nach modernsten Standards im Einzugsgebiet des Tumorzentrums Anhalt ortsnah behandelt werden können“, so Prof. Göring.

Auch der Ärztliche Direktor des Städtischen Klinikums Dessau, Dr. med. Joachim Zagrodnick, weiß um die Bedeutung des Tumorzentrums Anhalt: „Seit einem Vierteljahrhundert wirkt das Zentrum sowohl im Sinne der Transparenz und Vernetzung im Gesundheitswesen als auch und vor allem zum Wohle der betroffenen Patienten. Im Verbund mit Partnerkrankenhäusern und niedergelassenen onkologischen Praxen werden wertvolle Koordinierungs-, Fortbildungs- und Informationsaufgaben geleistet. Dazu gehören auch regelmäßige Tumorkonsile.“

Zu einem wichtigen Ankerpunkt entwickelte sich im Laufe der Zeit der alljährlich stattfindende Aktionstag. „Dieses Forum bieten wir unseren Patienten, ihren Angehörigen und Interessierten im September an. Es dient zur allgemeinverständlichen Information über Krebs und zu aktuellen Standards in Diagnostik und Therapie sowie als Austauschplattform zwischen Ärzten, Erkrankten und Selbsthilfegruppen“, informiert Prof. Rebmann. So spannt sich der Themenbogen des diesjährigen Aktionstages am 28. September 2018 von Brust-, Darm- und Lungenkrebs bis hin zu Prostata- und Schilddrüsenkrebs. Auch die Behandlungen von Augentumoren, Leukämie und Metastasen im Gehirn werden besprochen sowie Fallbeispiele der interdisziplinären Tumorchirurgie aus einer Herzklinik vorgestellt. Die 15 Referenten der Vorträge sind ausnahmslos anerkannte Medizinexperten aus Kliniken in Sachsen-Anhalt. Begleitet wird der Aktionstag von einer Ausstellung. Hier finden Interessierte zahlreiche Informationsstände von verschiedenen Initiativen von Selbsthilfe bis Palliativversorgung.

Zur Festveranstaltung des Tumorzentrums Anhalt am 29. September 2018 werden hochrangige Repräsentanten des Landes aus Politik und Ärzteschaft in Dessau-Roßlau erwartet, wie Prof. Rebmann bekanntgibt: „Wir freuen uns auf den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, Peter Kuras, Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau sowie auf Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt und Dr. Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt.“ Einen weiteren Höhepunkt dürfte der Festvortrag des international führenden Medizinethikers Prof. Dr. Giovanni Maio setzen. Fünf Persönlichkeiten werden im Rahmen der Festveranstaltung zu Ehrenmitgliedern des Tumorzentrums Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V. ernannt. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein Benefizkonzert der Band „Die Prinzen“ am Abend im Anhaltischen Theater Dessau.

Bildunterschrift
Vorsitzende und Mitglieder des Tumorzentrums Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V.):

- Mitte rechts: Prof. Dr. med. Udo Rebmann, Amtierender Vorsitzender des Tumorzentrums Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e. V., Mitte rechts
- Prof. Dr. med. habil. Hans-Dieter Göring, Ehrenvorsitzender des Tumorzentrums Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V., Mitte links
- Prof. Dr. med. habil. Mathias Plauth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Städtischen Klinikums Dessau, 3. von rechts
- Dr. med. Joachim Zagrodnick, Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums Dessau, 2. von rechts
- Dr. med. Krause, Leitender Oberarzt des Institutes für Pathologie des Städtischen Klinikums Dessau, rechts außen
- Univ.-Prof. Dr. med. Prof. honoraire Dr. h.c. Christos C. Zouboulis, Chefarzt der Hochschulklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Immunologisches Zentrum des Städtischen Klinikums Dessau, 2. von links
- Dr. med. André Dyrna, Verwaltungsdirektor des Städtischen Klinikums Dessau, links außen

 

Quellen:
*PwC Strategy, Bevölkerungsumfrage „Personalisierte Krebsmedizin“, 1.002 Befragte, 2018
**Ärzte Zeitung online, 04.05.2018